Auszeichnung

Mutige und Mutmacher

Innovative Ideen werden mit dem Deutschen Gründerpreis geehrt

Euro-Krise, drohende Staatspleiten und teure Rettungsschirme - in Zeiten wie diesen brauchen Gründer kleinerer und mittelständischer Unternehmen wohl vor allem eines: Mut. Genau dieser wurde am Dienstagabend honoriert. Mit der elften Verleihung des Deutschen Gründerpreises im ZDF-Hauptstadtstudio im Zollernhof Unter den Linden. Insgesamt sechs Firmen und ihre Ideen waren für die Auszeichnung nominiert, die "Stern"-Chefredakteur Thomas Osterkorn, Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Porsche-Vorstand Matthias Müller sowie ZDF-Intendant Thomas Bellut initiierten. In der Kategorie StartUp gewann die Ajax Loktechnik GmbH, ein mobiler Reparaturservice für Züge. Als Aufsteiger des Jahres wurde die FMP Technology ausgezeichnet, die neuartige Beschichtungsdüsen für den Maschinenbau herstellt. Schirmherr des Abends, durch den "Heute Journal"-Moderatorin Marietta Slomka führte, war Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP), der mehr Entscheidungswillen forderte. Er selbst sagte vor Kurzem eine wichtige politische Sitzung ab, um mit seiner Frau zu einem Elternabend seiner Tochter zu gehen. "Da habe ich eine gute Entscheidung getroffen." Dass sich Mut und Ausdauer auszahlen kann, davon waren viele der rund 400 Gäste überzeugt - deren Namen teilweise weltweit bekannt sind. Wolfgang Porsche etwa: "Ein Gründer braucht Ideen und den unbedingten Willen, sie durchzusetzen." Sein Vater habe dies vorgemacht, als er im Nachkriegsdeutschland einen Luxussportwagen bauen ließ. "Damals dachten die Menschen an vieles, doch nicht an teure Autos. Aber der Erfolg gab ihm Recht." Verleger Florian Langenscheidt hatte nur einen Rat für den Nachwuchs: "Schneller zu sein als die Knüppel, die einem zwischen die Beine geworfen werden."