Kino

Gefühl für Stoffe

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Tina Molin

Beim 4. Produzentenfest feierte Berlins Filmszene am Haus der Kulturen der Welt

Während Schauspieler vor der Kamera glänzen dürfen und Regisseure dahinter die Handlung bestimmen, würde ohne die Produzenten und ihr Gefühl für Stoffe so mancher Film gar nicht erst entstehen.

Am Donnerstagabend lud die Allianz Deutscher Produzenten zum vierten Mal zum Sommerfest ans Haus der Kulturen der Welt. Das Treffen ähnelte mit rund 1000 ausgewählten Gästen einem Event wie zu Berlinale-Zeiten. So schritten Dieter Kosslick, Til Schweiger, Sonja Kirchberger, Natalia Wörner, Florian David Fitz, David Kross, Clemens Schick, Christian Berkel, Andrea Sawatzki, Alexander Fehling, Hannelore Elsner, Bettina Zimmermann und die Produzenten Oliver Berben und Minu Barati-Fischer über den blauen Teppich. Letztere freute sich nicht nur über den Erfolg ihres Erstlings "Ausgerechnet Sibirien", sondern arbeitet schon an einem neuen Projekt. Schauspielerin Nadja Uhl wich nicht von der Seite ihres Mannes, die Großmutter passte auf den Nachwuchs auf. "So viele freie Abende haben wir nicht", sagte Uhl. Für Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) war der Abend "Vergnügen und Dienst" zusammen. Dienst, weil er immer wieder auf Fördergelder angesprochen werde. Jenny Elvers-Elbertzhagen hatte ganz andere Probleme. Die Schauspielerin zog ihre High Heels noch auf dem blauen Teppich aus. "Ich mach mir doch nicht meine Louboutins kaputt", sagte sie. Kurzerhand half sie sogar einer Kellnerin, die Gläser zerbrochen hatte, beim Scherben aufsammeln. Kollegin Jeanette Biedermann behielt ihre hohen Stiefeletten hingegen an. "Ich wackle hier rum", sagte sie lachend. Lange auf den Beinen halten wollten sich fast alle Gäste. "Wir bringen die wichtigsten Akteure der deutschen Filmbranche - die Leute, die vor und hinter der Kamera stehen und hinter den Kulissen wirken - mit den Protagonisten aus Politik, Verwaltung und Sendern zusammen", sagte Alexander Thies, Vorsitzender der Produzentenallianz. Das Programm war daher auch in diesem Jahr: Gast sein. Und diese redeten, tranken und feierten bis zum Morgen.