Auszeichnung

Vorauswahl für den Fernseh-Oscar

In der Villa Borsig im Tegeler Forst treffen sich prominente TV-Größen

Es ist ein weiter Weg zur Villa Borsig im Tegeler Forst, aber am Mittwochabend sollte sich die Fahrt lohnen. Zum ersten Mal traf sich die fachkundige Jury des "International Emmy Award", der als bedeutendster internationaler Fernsehpreis gilt und jährlich in New York vergeben wird, in Berlin, um über die Teilnehmer des Halbfinales abzustimmen. Gastgeberin Regina Ziegler, die gemeinsam mit dem Filmproduzenten Michael Smeaton die exklusive Veranstaltung in die zum Auswärtigen Amt gehörende Villa geholt hatte, war stolz und aufgeregt. "Der Emmy hat weltweit ein Image als Fernseh-Oscar. Unser Treffen in der Villa Borsig wird sicher dazu beitragen, diesen Preis auch in Deutschland weiter aufzuwerten."

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, der die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen hatte, betonte: "Die Halbfinal-Jurysitzungen für den renommierten Emmy-Award finden 2012 zum ersten Mal in Berlin statt. Das zeigt, dass unsere Stadt weltweit in immer stärkerem Maße als Produktionsstandort für Film und Fernsehen große Anerkennung findet." Während die Jury bereits tagsüber ihre Vorauswahl für die qualitativ hochwertigsten TV-Formate in den verschiedenen Kategorien getroffen hatte, gab es am Abend noch einen festlichen Cocktailempfang für prominente Gäste wie Regisseur Carlo Rola, Filmproduzentin Alice Brauner, die Schauspielerinnen Gudrun Landgrebe und Gesine Cukrowski sowie Schauspieler Hans-Werner Meyer. Als Ehrengast war die aus Cornwall stammende Erfolgsautorin Rosamunde Pilcher angereist, die sich freute, in Berlin zu sein. "Ich bin sehr berührt, dass die Deutschen meine Bücher und die Filme so lieben", sagte die 87 Jahre alte Schriftstellerin, die selbst dem Regenwetter an diesem Abend etwas abgewinnen konnte. "Fast wie in meiner Heimat".