"Men in Black 3"

Aliens vor der O2 World

| Lesedauer: 3 Minuten
Caroline Rudelt

7000 Fans kommen zur Deutschland-Premiere von "Men in Black 3"

Die leisen Töne sind nichts für ihn. Will Smith schätzt den großen Auftritt, präsentiert sich gern mit Stimmgewalt und Special-Effects. In seinen Filmen - und abseits davon. So war es natürlich keine gewöhnliche Filmpremiere eines Hollywood-Stars, die am Montagabend stattfand - sondern ein ebenso gigantisches wie ungewöhnliches Spektakel. Denn nicht weniger als 7000 Fans kamen in die O2 World, um sich Smiths neusten Streich "Men in Black 3" schon vor dem offiziellen Deutschlandstart am 24. Mai anzusehen. Zehn Jahre mussten sie auf die Rückkehr der sonnenbebrillten Agenten warten, die damals eine Art Alien-Ausnahmezustand auslösten. Und die Faszination scheint ungebrochen - die Tickets, deren Erlös der "Tribute to Bambi"-Stiftung zugute kommt, waren äußerst begehrt, wurden sogar im Internet gehandelt. Die Investition lohnte sich.

In 3D flimmerten die Hauptfiguren Will Smith, Tommy Lee Jones und Josh Brolin über die überdimensionale Leinwand, die auch im dritten Teil der Saga wieder nichts Geringeres tun müssen, als den Planeten vor außerirdischen Kreaturen zu retten. Vergleichsweise harmlos war da der Gang über den 270 Meter langen roten Teppich. Dort beschränkten sich die populären Alienjäger darauf, Autogramme zu schreiben und für die Fotografen zu posieren. Neben Smith, Brolin, dem Regisseur Barry Sonnenfeld und einer Reihe prominenter deutscher Premierengäste wie Otto Waalkes , Yvonne Catterfeld , Franziska Knuppe oder BMW-Berlin-Chef Hans-Reiner Schröder beteiligte sich auch Nicole Scherzinger am Schaulaufen. Die nach kurzer Auszeit wieder mit dem Formel-1-Piloten Lewis Hamilton liierte Sängerin spielt eine Nebenrolle - mit tödlichen Ausgang. "Ich sage nur ein paar Zeilen und dann sterbe ich", beschrieb sie recht nüchtern ihren Auftrag.

Weniger dramatisch läuft es in dem Filmspektakel für Will Smith, der eine Rückkehr der "Men in Black" sehnsüchtig erwartet hatte. Vor allem wegen der Kostüme. "Der schwarze Anzug ist einfach unschlagbar. Das Bild ist so stark, so ikonisch", sagte er. "Es ist wie eine Kindheitsfantasie - man weiß Dinge, die andere Menschen nicht wissen, und man hat den wichtigsten Job auf der ganzen Welt." Der Siebenjährige in ihm vollführe "Purzelbäume vor Freude", wenn er sich seinen Anzug überstreife.

Die kindliche Begeisterungsfähigkeit war dem 43-Jährigen auch vor der Premiere, bei einer Pressekonferenz im Hotel "Adlon", anzumerken. "Solange meine Knie mich tragen, werde ich weiter die Welt retten", scherzte Smith, der mit Frau Jada und seiner Tochter Willow nach Berlin gereist war. "Die letzten vier Jahre habe ich viel Zeit zu Hause verbracht. Jetzt ist meine Familie froh, dass Daddy wieder arbeiten ist." Pläne für die Zeit nach "Men in Black" hat er bereits. "Ich habe großen Appetit auf Ernsthaftes", sagte Will Smith. Leise wird es also sicherlich nicht um ihn.