Gourmet Preis

Sieben Köche, sieben Gänge

Beim Großen Gourmet Preis von Berlin im Maritim Hotel wurden die besten Köche der Hauptstadt ausgezeichnet

Sie war beherrscht von ihnen. Von Männern, die in Kellnerkluft Taube auf Tellern an die Tische trugen; Männern, die in Koch-Uniform Langustinen in die Pfanne warfen. Die Gala des Großen Gourmet Preises von Berlin zeigte, wer die kulinarische Welt der Hauptstadt dominiert.

Am Montagabend hatte die Maritim-Gruppe gemeinsam mit der "desas" Agentur für Medienkommunikation und Audi Berlin ins Hotel an der Stauffenbergstraße geladen, um die besten Köche Berlins zu ehren - und den rund 200 Gästen eine Kostprobe der Herren am Herd zu bieten. Sieben Gänge, kreiert vom Fünftplatzierten Matthias Diether aus dem "first floor", den Sechstplatzierten Thomas Kammeier aus dem "Hugos" und Michael Kempf aus dem "Facil", vom Dritten Michael Hoffmann aus dem "Margaux" und Vizemeister Hendrik Otto aus dem "Lorenz Adlon Esszimmer" bis hin zum Gewinner des Abends, Zwei-Sternekoch Christian Lohse aus dem "Fischers Fritz". Der Viertplatzierte, Tim Raue aus dem Restaurant "Tim Raue", nahm aus persönlichen Gründen nicht teil - dafür übernahm der langjährige Drei-Sternekoch Heinz Winkler von der Residenz Heinz Winkler in Aschau den zweiten Gang. Per Live-Schaltung verfolgte das Publikum die Sterneköche. Für die Weine sorgte Gunnar Tietz aus dem "first floor", vom Restaurantführer Gault Millau als "Sommelier des Jahres 2011" ausgezeichnet.

Und während sich Audi Berlin-Chef Ferdinand Schneider von Tisch zu Tisch parlierte, bescherte Christian Lohse den schönsten Moment des Abends. Mit der Antwort auf die Frage des Moderators, welchen Kollegen in Berlin er besonders gern besuche. "Mein bestes Essen dieses Jahr hatte ich bei Frau Frühsammer", sagte Lohse, sorgte damit für eine mehr als gerührte Sonja Frühsammer von "Frühsammers Restaurant", die vor Freude von ihrem Stuhl aufsprang - und den charmanten Hinweis, dass Berlins kulinarische Landschaft doch nicht gänzlich männlich geprägt ist.