Felix-Burda-Awards

Ein Tabubruch, der Leben retten kann

Zum 10. Mal werden die Felix-Burda-Awards für Engagement gegen Darmkrebs verliehen

Es war ein schwerer Schicksalsschlag: Christa Maar, Kunsthistorikerin und frühere Frau des Verlegers Hubert Burda, verlor 2001 ihren einzigen Sohn Felix im Alter von 33 Jahren. Er starb an Darmkrebs. Sein Tod gab den Anstoß für die Gründung einer Stiftung, die sich zum Ziel setzte, diese Krankheit von Tabus zu befreien. Mit zunehmenden Erfolgen. Zwar erkranken nach Angaben des Robert-Koch-Instituts noch immer rund 65.000 Menschen jährlich neu an Darmkrebs, doch steigt der Anteil der Betroffenen, bei denen ein vorhandener Krebs frühzeitig entdeckt und erfolgreich behandelt werden kann.

Am Sonntag wurden im Rahmen einer Gala im Hotel Adlon zum zehnten Mal all jene mit einem Felix-Burda-Award geehrt, die sich für die Verbesserung der Darmkrebsvorsorge in Deutschland einsetzen. Erneut führte Moderatorin Barbara Schöneberger durch den Abend - und das gewohnt humorvoll. Ihr sei es wichtig, dass man sich dem Thema unverkrampft nähere, sagte sie. "Eine Zahnreinigung ist doch wesentlich unangenehmer als eine Darmspiegelung." Eine Meinung, die von den mehr als 300 Gästen geteilt wurde, darunter frühere Preisträger wie die Schauspieler Wolfgang Stumph und Erol Sander. "Heute Abend haben wir die Möglichkeit aufzuklären. Es geht um Prävention, die vor dem Tod schützen kann", betonte Sander, der ohne Frau Caroline gekommen war. "Sie ist zu Hause und passt auf unsere Söhne auf." Auch Werbeträger der Stiftung wie Verona und Franjo Pooth wollten auf die Arbeit der Stiftung aufmerksam machen. "Früher war es ein richtiges Tabuthema, mittlerweile spricht man beim Dinner über Darmkrebsvorsorge", sagte Verona Pooth. In der aktuellen Werbekampagne der Felix-Burda-Stiftung sind neben Box-Weltmeister Vitali Klitschko und Ehefrau Natalie auch Schauspieler Sky du Mont und seine Frau Mirja zu sehen - beide posieren bereits zum dritten Mal dafür. Anlass für die Jury, das engagierte Paar in diesem Jahr mit dem Preis in der Kategorie "Stars for Prevention" auszuzeichnen.

Dass es trotz der medizinischen Fortschritte nach wie vor zu viele Betroffene gibt, die nicht frühzeitig zur Vorsorge gegangen sind, betonte Christa Maar in ihrer Begrüßungsrede. "Wer in seinem familiären Umfeld einen Fall von Darmkrebs hat, sollte spätestens mit 40 Jahren zur Untersuchung gehen", mahnte sie. Wie wichtig dies sein kann, musste sie selbst schmerzvoll erfahren. Auch deshalb ist diese Gala eine echte Herzensangelegenheit für sie.