Berlin

Aufwärmen für den Deutschen Filmpreis

Beim Nominiertenabend der Deutschen Filmakademie in der PanAm Lounge wird entspannt vorgefeiert

Nach getaner (Film-)Arbeit kam es auch in diesem Jahr zum traditionellen Vergnügen. Am Sonnabend sprachen die diesjährigen Nominierten für den Deutschen Filmpreis im Berliner Hotel Concorde mit Journalisten über ihre Filme und stimmten sich im Anschluss beim festlichen, aber lockeren Nominiertenabend auf die große Preisverleihung am 27. April im Friedrichstadt-Palast ein. Einer der Gäste, der sich in der PanAm Lounge an der Budapester Straße keine Gedanken über einen eventuellen Sieg machen musste, war der legendäre Kameramann Michael Ballhaus. Der 76-Jährige soll, so viel steht schon fest, den Ehrenpreis für seine Verdienste um den deutschen Film entgegennehmen, wobei die Ehrung seines Lebenswerks keineswegs einen "Ruhe-, sondern Unruhestand" bedeute, sagte Ballhaus.

Zwei andere große Namen, die bei der Vergabe des Deutschen Filmpreises "Lola" erwartet werden, es zu den Interviewrunden am Sonnabend aber nicht schafften, waren die nominierten Regisseure Roland Emmerich ("Anonymus") und Andreas Dresen ("Halt auf freier Strecke"). Der erste müsste innerhalb weniger Wochen zweimal eine ziemlich weite Strecke zurücklegen, weil er seit vielen Jahren in Los Angeles lebt. Der andere ruht sich lieber aus statt vorzufeiern. Dresen macht nämlich seit einigen Wochen Urlaub in den USA. Der Vorstandschef der Deutschen Filmakademie, Thomas Kufus , und die beiden Geschäftsführer Alfred Holighaus und Anne Leppin hatten aber ein entspanntes Get-Together mit den anderen Gästen. Unter ihnen: Christiane Paul, Vorstandsmitglied der Filmakademie, Rolf Eden, Hauptdarsteller des nominierten Dokumentarfilms "The Big Eden" und Elyas M'Barek, der nach dem Deutschen Filmpreis, den er mit Jessica Schwarz moderieren wird, von Berlin zurück nach München ziehen will. Eine Wohnung habe er schon gefunden, so M'Barek. Zum Dinner kamen auch die nominierten Schauspielerinnen Sandra Hüller, Fritzi Haberlandt und Alina Levshin, sowie die männlichen Filmpreis-Anwärter Milan Peschel, Peter Schneider und Ronald Zehrfeld.