Lola Dockhorn

Nur das Dauerlächeln sitzt noch nicht

Das Filmgeschäft kann unerbittlich sein. Zumindest in gewissen Situationen, in denen auch ein schlechter Tag konsequent weggelächelt werden muss.

"An das Dauergrinsen auf dem roten Teppich musste ich mich gewöhnen", gesteht Lola Dockhorn. Die Schülerin ist erst 15 Jahre alt, doch seit sie neben Christian Ulmen die Hauptrolle in der Komödie "Einer wie Bruno" spielt, gehören Filmpremieren und Interviews zu ihrem Teenager-Alltag. Am heutigen Donnerstagabend bei der Premiere im UCI Colosseum an der Schönhauser Allee kann sie das Schaulaufen vor Fotografen weiter üben.

In dem Film spielt sie die Tochter von Bruno (Christian Ulmen), jedoch ist ihr Vater auf dem Stand eines Zehnjährigen. "Christian war so authentisch in der Rolle, er hat mir das Spielen leicht gemacht", erklärt die Schülerin, die bereits 2009 im Fernsehfilm "In aller Stille" zu sehen war und dabei die Kritiker überzeugte. "Außerdem ist er cool. Er nimmt sich nicht so ernst, bringt alle am Set zum Lachen", erzählt die 15-jährige Münchnerin, die in ihrer Heimatstadt Theater spielt und zurzeit ein Auslandsjahr in Irland absolviert.

Lola Dockhorn lässt sich vom Glanz und Glamour der Filmwelt bisher nur wenig verführen. "Ich will nicht, dass die ganze Schule vom Film weiß. Ich versuche, Schule und Dreh zu trennen", erklärt sie erwachsen. Die Schule sei ihr wichtig - und zu ihrem Glück wurde in den vergangenen Sommerferien gedreht, wo das selbstständige Mädchen zwar ohne ihre Eltern, dafür mit Kinderbetreuerin, zwei Wochen mit Arbeit verbrachte. "Die hätten am Set fast nur gestört", gesteht die Stieftochter von Schauspielerin Lara Joy Körner vorsichtig. Besonders viel Spaß hatte Lola, als sie Brunos Fahrrad vom Balkon werfen durfte. "Ein tolles Gefühl", sagt sie und lacht. Ganz freiwillig.