Constantin von Jascheroff

Der Vielseitige und die Großstadt

Schauspieler Constantin von Jascheroff ist am Montag in einer Anti-Kriegskomödie zu sehen

Mit Kollegen in seinem Alter hat Schauspieler Constantin von Jascheroff ("Picco") wenig zu tun. Wozu auch? "Meine Freunde sind seit meiner Jugend und Kindheit dieselben." Gleichaltrige vom Film sind erst mal Kollegen, keine Freunde. "Das muss sich erst entwickeln", sagt von Jascheroff. Und auch sonst ist vieles ungewöhnlich im Leben des 26-Jährigen. Seit vielen Jahren lebt der Schauspieler, dessen Eltern Juana-Maria von Jascheroff und Mario Schneidenbach von Jascheroff genauso wie sein älterer Bruder Felix von Jascheroff ("Gute Zeiten, Schlechte Zeiten") ebenfalls Schauspieler sind, nie darüber nachgedacht, nach Mitte zu ziehen. Und: "Weil ich mich hier sehr wohlfühle." Mit dem Vater hat er eine Produktionsfirma gegründet, das Tonstudio ist mit im Haus. Er komponiert Filmmusik wie den Titel "Verwüste die Wüste" zu seinem aktuellen Fernsehfilm "Willkommen im Krieg" und tritt als Musiker auf.

Der Vielseitige wirkt kein bisschen wie einer, der im Süden von Berlin am Großstadtleben vorbeilebt. Er fährt im BMW Cabrio vor. In der Dahlemer "Eierschale" begrüßt er die Kellnerin mit zwei Küsschen, er trägt Goldkettchen und eine übergroße Sonnenbrille. "Die habe ich in meinem Film 'Willkommen im Krieg' getragen", entschuldigt er sich. Muss er gar nicht, weil er doch über seine Hauptrolle in der ProSieben-Anti-Kriegskomödie (Ostermontag, 20.15 Uhr) reden soll.

"Der Film soll Spaß machen, man muss ihn nicht überthematisieren", sagt er. Dass die Komödie im Krieg spielt, soll niemanden verletzen. "Wir haben versucht, die Soldaten nicht ins Lächerliche zu ziehen." Und mit ein bisschen Humor beim Zusehen gelingt das auch.