Hardy Krüger jr.

"Es musste irgendwie weitergehen"

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Hardy Krüger jr. spricht über den Tod seines kleinen Sohnes - und wie es war, nur zwei Monate später wieder zu drehen

Doch der Schauspieler, der mit seiner Frau Katrin und Adoptivtochter Vinas (4) in Starnberg und Kitzbühel lebt, meisterte sein Schicksal. Zwei Monate nach der Tragödie stand er wieder vor der Kamera und drehte auf Ibiza die Folge "Küchenkunst" seiner Krimireihe "Toni Costa - Kommissar auf Ibiza" (Donnerstag; 20.15 Uhr; ARD). Über seinen Schicksalsschlag sprach der Serienstar ("Forsthaus Falkenau") mit Andrea Vodermayr.

Berliner Morgenpost:

Herr Krüger, wie waren die Dreharbeiten zu "Toni Costa", nur zwei Monate nach dem Tod Ihres Sohnes.

Hardy Krüger jr.:

Es waren die schwersten Dreharbeiten meines Lebens. Aber ich hatte ein Team um mich, das mich unterstützt hat. Das hat mir sehr geholfen.

Warum haben Sie die Dreharbeiten nicht einfach abgesagt? Jeder hätte Verständnis gehabt ...

Ich habe es gemacht, weil ich eine Verpflichtung habe - gegenüber meinem Publikum, aber auch gegenüber meiner Familie. Es muss irgendwie weitergehen. Man muss aufstehen und weitermachen. Ich denke, es war eine gute Entscheidung.

Jetzt haben Sie sich aber eine berufliche Auszeit genommen.

Mir hat die Pause gutgetan. Ich habe das große Glück, Produzenten um mich herum zu haben, die gesagt haben: "Melde dich, wenn du wieder die Kraft zum Drehen hast." Nach Ostern geht es mit Dreharbeiten in Burma zu "Traumhotel" weiter.

Wird Ihre Familie Sie nach Burma begleiten?

Das ist im Moment der Plan. Wir wollen so viel Zeit wie möglich gemeinsam verbringen und zusammen sein. Wir werden sehen, ob es sich realisieren lässt.

Was planen Sie für die Zukunft?

Ich lebe von Tag zu Tag. Ich weiß nicht, was morgen und was übermorgen sein wird. Ich versuche, dieses Jahr gut hinter mich zu bringen.

Woher nehmen Sie die Kraft?

Ich weiß es nicht. Ich kann nur sagen, dass ich sehr viel Kraft von meiner Frau bekomme, die immer zu mir steht und mir natürlich auch Kraft gibt.

Haben Sie sich nach dem Schicksalsschlag stärker einer Religion zugewandt?

Das nicht, aber ich kann durchaus einen Wandel bei mir feststellen. Man steht morgens anders auf und man begegnet dem Tag anders. Man ist dankbarer für das, was man hat, und für das, was man bekommt.

Gibt es einen Wunsch, den Sie haben?

Mein einziger Wunsch ist es, dass unser Paul-Luca wieder da ist.