Kurzfilmwettbewerb

Die Schönheit des Augenblicks

Mit Zeit und ihrer Vergänglichkeit kennt sich Regisseur Wim Wenders ("Pina") aus. "Beim Filmemachen bekommt man ein Bewusstsein für die Schönheit, aber auch die Flüchtigkeit der Momente im Leben", sagte der 66-Jährige, der am Dienstagabend als Schirmherr des Kurzfilmfestival "Beauty of a Second" in die Astor Film Lounge am Kurfürstendamm eingeladen hatte.

Mit dem Unternehmen Montblanc hat Wenders im September 2011 den einzigartigen Kurzfilmwettbewerb ins Leben gerufen, als Hommage an den 190. Jahrestag der Erfindung des Chronographen von Nicolas Rieussec.

"Die Teilnehmer waren aufgefordert, ihre persönlichen, ganz besonderen Momente in Form von einsekündigen Clips, die mit der Digitalkamera oder dem Smartphone gemacht wurden, einzureichen", erklärte der Regisseur. Die Gäste, darunter die Schauspieler Roman Knizka und Jan Sosniok, Schauspielerin Natalia Avelon, Verlegerin Angelika Taschen und Moderatorin Tamara Gräfin von Nayhauß, waren gespannt auf die Momentaufnahmen. "Meine schönste Sekunde war die, in der ich meinen Mann zum ersten Mal gesehen habe", gestand Model Franziska Knuppe. "Da wusste ich: Der ist es." Schauspieler Clemens Schick fiel gar kein einziger Moment ein. "Wenn ich jetzt an alle besonderen Sekunden meines Lebens zurückdenken müsste, würde ich eine Stunde hier stehen." Doch so viel Zeit blieb nicht, denn nach einem kurzen Empfang im Foyer ging es in den Kinosaal. Dort wurden die Kurzfilme präsentiert. "Es sind sehr berührende, bewegende und einzigartige Aufnahmen geworden", lobte Moderatorin Minh-Khai Phan-Thi, die durch die Veranstaltung führte. Höhepunkt des Abends war die Verleihung der Preise für die besten Beiträge durch Wenders und Montblanc-Marketing-Vizepräsident Gerd Bostel.