Schauspieler

Henry Hübchen mag Geburtstage nicht

Seine Vielseitigkeit ist verblüffend. Ob in einem tiefschürfenden Drama wie "Jakob, der Lügner" (1974), dem einzigen Film aus der DDR, der je für einen Oscar nominiert wurde, oder in einer turbulenten Komödie wie "Alles auf Zucker!" (2004) - Henry Hübchen fesselt immer.

Am Montag wurde der Schauspieler 65.

Ein Grund zum Feiern ist der besondere Geburtstag für Hübchen nicht. "Ich finde nicht, dass es ein Verdienst ist, älter zu werden", sagte er. "Das ist Biologie. Man kann sicher den Geburtstag feiern, aber man feiert damit gleichzeitig das Näherrücken des Todestages. Deshalb lasse ich das." Die ARD allerdings feiert ihn. Sie zeigt am Mittwochabend noch einmal den Fernsehfilm "Hoffnung für Kummerow" (2009).

Seit Mitte der 60er-Jahre, nach dem Abschluss der Ausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Ost-Berlin, hatte Henry Hübchen, der von 1974 bis 2002 zum Ensemble der Volksbühne Berlin gehörte, kontinuierlich Erfolg. Dazu gehörten auch der zweimalige Gewinn des Titels "DDR-Meister im Brettsegeln" sowie seine Arbeit als Texter für die Gruppe "City".

Sein Privatleben breitet der Schauspieler nur ungern in der Öffentlichkeit aus. Seine 1971 geborene Tochter Theresa Hübchen arbeitet inzwischen ebenfalls als Schauspielerin. Auch auf die Frage nach Wünschen bleibt Henry Hübchen beim Beruf: "Eine gute Rolle in einem guten Film mit einem guten Team - das ist es. Ich möchte Aufgaben haben, die mich fordern und das Publikum überraschen."