Fernsehen

"Lampenfieber ist ein gutes Zeichen"

Seit zehn Jahren moderiert der Journalist und ehemalige Eiskunstläufer Rudi Cerne (53) die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" und bittet das Publikum um Mithilfe bei der Verbrechensaufklärung.

"Die Zeit ist wie im Flug vergangen", sagt der Moderator rückblickend. "Vermutlich ging es deshalb so rasend schnell, weil niemals Routine und Eintönigkeit aufgekommen sind - ganz im Gegensatz zu meinem früheren Pflichtlauftraining auf dem Eis. Das hat sich wie die dreifache Zeit angefühlt."

Die Nervosität vor jeder Live-Sendung ist trotz der langjährigen Erfahrung geblieben. Doch damit geht der einstige Leistungssportler, der in den Jahren 1978 und 1980 die Deutsche Meisterschaft im Eiskunstlauf gewonnen hat, souverän um. "Lampenfieber ist ein gutes Zeichen, dann weiß ich, dass ich mich ganz genau auf den Punkt konzentrieren muss", sagt Cerne.

Einige Fälle der letzten Jahre, besonders Entführungen oder Missbrauchsfälle von Kindern, sind ihm sehr nahe gegangen. "Wenn unsere Sendung zur Aufklärung dieser Fälle beitragen kann, dann bin ich zufrieden und weiß, wie wichtig und richtig das ist, was wir machen." Seinem Vorgänger Eduard "Ede" Zimmermann, der 2009 verstarb, ist er dankbar. "Eduard Zimmermann hat mir ein großes Erbe hinterlassen. Er hat mich immer darin bestärkt, mich nicht verbiegen zu lassen. Dass es die Sendung immer noch gibt, liegt daran, dass sie sich treu geblieben ist."