Yvonne Catterfeld

Zwischen den Fronten

Es gilt als die höchste Kunst eines Schauspielers: Empfindungen authentisch darstellen zu können, obwohl sie nie persönlich erfahren wurden. Insofern verlangte Yvonne Catterfeld ihr aktuelles Filmprojekt einiges ab.

In dem Drama "Am Ende die Hoffnung", das am 18. Oktober auf Sat.1 ausgestrahlt wird, spielt die 31-Jährige eine deutsche Widerstandskämpferin im Zweiten Weltkrieg. Die sich zunächst in einen britischen Spion ( Stephan Luca ), danach aber ausgerechnet in einen Marineoffizier (gespielt von Max von Pufendorf ) verliebt - und damit in den Feind.

Am Dienstag stellte sie den Spielfilm gemeinsam mit den weiteren Darstellern in der Astor Film Lounge am Kurfürstendamm vor. "In jeder Szene geht es um etwas Existenzielles", beschrieb Yvonne Catterfeld die Dreharbeiten zuvor in einem Interview. "Es gab für mich kaum entspannte Momente." Sie selbst sei in einer ganz anderen Zeit und dazu sehr behütet aufgewachsen, erzählte die in Erfurt geborene Schauspielerin. Über den Nationalsozialismus habe sie als Kind nur wenig erfahren. In ihrer Familie sei über diese heiklen Themen nicht gesprochen worden - was sie im Rückblick sehr bedauert. "Es ist wichtig, dass wir nicht vergessen", sagte sie. Dafür sei es entscheidend, miteinander im Dialog zu bleiben. Durch die Dreharbeiten inspiriert habe sie begonnen, sich zuletzt intensiver mit dem Vergangenen auseinanderzusetzen, viele Bücher über diese Thematik zu lesen. Die Gefühlslage ihrer Figur, diese Zerrissenheit zwischen zwei Männern, ist Yvonne Catterfeld momentan ebenfalls fremd.

Mit ihrem Partner, Schauspieler Oliver Wnuk (35), lebt sie seit gut vier Jahren zusammen. Zuletzt wurde sogar über eine Verlobung des Paares spekuliert, da sich beide mit silbernen Ringen in der Öffentlichkeit präsentierten. Auch gestern trug sie den Ring. Doch das musste als Hinweis reichen. Bei Nachfragen lächelte sie - und schwieg.