ARD-Fernsehfilm

Ulrich Tukur schätzt das Schwäbische

Er ist etwas aus der Übung gekommen, doch nach kurzer Zeit beherrschte er es wieder perfekt: Schauspieler Ulrich Tukur (54) hat seine Vorliebe fürs Schwäbeln neu entdeckt.

In seiner Rolle des Generalfeldmarschalls Erwin Rommel im ARD-Fernsehfilm "Rommel" näherte er sich seinen schwäbischen Wurzeln: "Ich habe mir Rommel über die besondere Musikalität des Dialekts erschlossen", sagte er am Rande der Dreharbeiten.

Tukurs Mutter stammt aus Ravensburg. Er liebe die Landschaft der Schwäbischen Alb, schwärmte der Darsteller. Die Rolle des in Heidenheim geborenen "Wüstenfuchses" Erwin Rommel (1891-1944) sei ihm deshalb leicht gefallen. Hinzu komme die Militärtradition seiner Familie: "Schon als Zehnjähriger habe ich Militärromane gelesen und das Soldatenideal und die Kriegssehnsucht kennengelernt. Als Rommel hat mir das sehr geholfen", sagte Tukur.

Erwin Rommel galt als "Lieblingsgeneral" Hitlers, vor allem, als er ab 1941 in Nordafrika einige spektakuläre Siege verzeichnete. Mit dem nahenden Untergang des Nationalsozialismus entfernte sich Rommel von Hitler. Er hatte auch Kontakte zu den Hitler-Attentätern. 1944 wurde Rommel zur Selbsttötung gezwungen. Der Film des Drehbuchautors und Regisseurs Niki Stein soll im Herbst 2012 in der ARD ausgestrahlt werden.