Protest

Heino gibt seinen Bambi zurück

Volksmusikstar Heino (72) gibt nach der umstrittenen Bambi-Verleihung an Rapper Bushido (33) sein goldenes Reh zurück. Heino sagte: "Ich bin zutiefst empört, dass man einem gewalttätigen Kriminellen wie Bushido den Bambi verleiht.

Mit diesem Mann möchte ich nicht auf eine Stufe gestellt werden. Deshalb schicke ich meinen Bambi dankend an den Burda-Verlag zurück."

Am Freitag räumte Heino die Trophäe, die ihm 1990 verliehen wurde, aus dem Regal seines "Rathauscafés" in Bad Münstereifel. Heino sagte der "Bild"-Zeitung: "Ich bin oft beschimpft und unberechtigt in die rechte Ecke gestellt worden, weil ich deutsche Volkslieder singe, die ein Teil unseres Kulturgutes sind. Und dieser Kerl, der offen menschenverachtende Lieder singt, bekommt auch noch einen Preis? Wo leben wir denn eigentlich?" Er werde seinen Preis per Post zurücksenden.

Bushido hatte am Donnerstag in Wiesbaden den Bambi für Integration bekommen. Die Auszeichnung war bereits zuvor von Politikern und Künstlern kritisiert worden. Peter Plate, Songschreiber der Band Rosenstolz, die ebenfalls einen Bambi erhielt, kritisierte Bushido. Es sei nicht korrekt, jemanden zu ehren, der frauenfeindliche und menschenverachtende Texte schreibe. Der Rapper wies die Vorwürfe zurück. Er rief seine Kritiker auf, sachlich mit ihm umzugehen.