Medien

Ein Gipfeltreffen und viele Vorhersagen

Wohin die Reise geht, das kann wohl niemand prophezeien. Sicher scheint momentan nur eines: Alles wird anders. Die Medienbranche sieht sich mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert.

Am Mittwoch trafen sich in der Repräsentanz der Deutschen Telekom auf Einladung von Medienboard Berlin-Brandenburg und media.net Entscheider aus Medien, Politik und Wirtschaft, um über die Zukunft zu diskutieren und gleichzeitig das zehnjährige Jubiläum von media.net zu feiern.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) richtete ein Grußwort an die Gäste und lobte die Entwicklung in der Hauptstadt: "Berlin hat fast 30 000 Unternehmen in der Kreativbranche, 22,4 Milliarden Euro werden umgesetzt und es hängen daran 210 000 Arbeitsplätze daran", sagte er. Autor Hajo Schumacher, der diesen Abend moderierte, begann mit einem Gerätecheck - und dabei gab sich die illustre Talkrunde um UFA-Chef Wolf Bauer, Frank Briegmann von Universal Music Deutschland, der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG Mathias Döpfner, und Tonio Kröger, Vorstandsvorsitzender der Werbe-Holding Doyle Dane Bernbach, keine Blöße: Alle sind in Besitz von Smartphones. Der Gastgeber, Telekom-Chef René Obermann, erzählte, sein iPad sei "immer am Mann" - auch um TV-Sendungen darauf zu sehen. Das habe natürlich neben dienstlichen auch private Gründe: Seit 2010 ist Obermann mit Moderatorin Maybrit Illner verheiratet.

Ein Fazit der Diskussion: Medien, Kreativität und Innovation sind wichtig für den Wirtschaftsstandort Berlin. Und sie werden es auch weiterhin bleiben. Doch sollten nicht nur die Arbeit und die Überlegungen für die Zukunft der Branche an diesem Abend im Vordergrund stehen. Nach dem Gespräch wurde ausdrücklich zum ungezwungenen Zusammensein und Kontakteknüpfen aufgerufen. Ganz unmodern: Ohne technische Hilfsmittel, im analogen Gespräch von Mensch zu Mensch.