"Female Leadership"

Treffen der starken Frauen

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Jessica Schulte am Hülse

Erfolgreiche Frauen machen sich auch gut, um Produkte zu vermarkten. Das wissen auch die Manager des Kulturkaufhauses Dussmann. Im siebten Stock des Hauses hatten am Mittwoch neun erfolgreiche Frauen Platz genommen. Darunter Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi, Olympiagewinnerin Birgit Fischer, Frauenrechtsaktivistin Suraya Pakzad, die pakistanische Philanthropin Nadira Panjwani und auch die österreichische Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek.

Sie alle waren für das Buch "Female Leadership - Die Macht der Frauen" interviewt worden. Mit Autorin Kerstin Plehwe stellten sie es nun vor.

Catherine von Fürstenberg-Dussmann schwärmte angesichts solch geballter Frauenpower: "Ich bin wahnsinnig stolz, dass wir es geschafft haben, all diese tollen und viel beschäftigten Frauen nach Berlin zu holen." Sie unterstützte das Buchprojekt. "Wenn es nach mir ginge", sagte sie weiter, "müsste jede Frau dieses Werk lesen. Denn es macht Mut und gibt Kraft." Insgesamt kommen in dem Buch mehr als 60 Frauen aus 30 verschiedenen Ländern zu Wort. "Sie alle eint ihr Mut und ihr Wille, sich nicht unterkriegen zu lassen", so Autorin Plehwe. "Die Idee zu dem Buch entstand in einer Sushi-Bar in New York", erzählte Plehwe. Sie habe während eines Abendessens Zahlen, Daten und Fakten über die weltweite Benachteiligung von Frauen erfahren, die ihr nicht nur "gewaltig den Appetit vergehen ließen, sondern vor allem den Wunsch weckten, etwas dagegen zu tun". Besonders in Ländern der Dritten Welt sei die Bildungssituation prekär: In Afghanistan sind 78 Prozent aller Frauen Analphabetinnen, in Pakistan 80 Prozent und in sogar Somalia 86. "Bildung ist und bleibt aber natürlich der Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben", so Plehwe. Daher gehen alle Einnahmen, die mit dem Buch erzielt werden, an die Hilfswerke Unicef und Plan. "Bildungseinrichtungen für Mädchen soll mit dem Geld geholfen werden", sagte Maike Röttger , Geschäftsführerin Plan International.

Sie war am Mittwochabend genau wie ihre Kollegin Veronica Pollard von Unicef in das Atrium der KfW-Bank in der Behrenstraße gekommen. Hier wurden das Buch und die Female Leader erneut vorgestellt. Und es wurde eine Petition an die Vereinten Nationen unterschrieben: Macht den 22. September zum internationalen Mädchentag! "Mädchen brauchen einen internationalen Aktionstag, damit die Welt auf ihre Rechte aufmerksam wird", erklärte Röttger.