Musiker

Da ist noch lange nicht Schluss

Er zählt zu den erfolgreichsten deutschen Sängern, komponierte Songs für Frank Sinatra und Sammy Davis Jr. oder auch für Shirley Bassey und brachte selbst 25 Alben auf den Markt.

Und wenn man deutsche Frauen fragt, von wem sie nachts heimlich träumen, antworten so einige immer noch seufzend: "Von Udo Jürgens ." Auch am Mittwochabend warteten vor dem Cinestar viele seiner weiblichen Fans am blauen Teppich, um bei der Vorführung des Films "Der Mann mit dem Fagott" (ARD, 29. und 30. September, 20.15 Uhr), dabei zu sein. Sechs Jahre wurde an dem Drehbuch nach Jürgens' autobiografischem Roman gearbeitet. "Es war nicht einfach, es so hin zu bekommen, dass alle zufrieden sind", sagte Produzentin Regina Ziegler . "Ich habe ihr sogar angeboten, die Rechte zurückzukaufen", erzählte Udo Jürgens. Aber als Ziegler sagte, sie werde diesen Film auf jeden Fall drehen, war er beeindruckt. "Schlussendlich bin ich sehr glücklich über das Ergebnis", so Jürgens. Etwas nervös war Jürgens-Darsteller David Rott . "Es hat schon Druckpotential, wenn man eine lebende Legende verkörpert", sagte er. Jürgens' Tochter Jenny dagegen war ganz entspannt. "Ich habe keine Angst vor Szenen, die mir unangenehm sein könnten", sagte sie. Sie wisse alles über ihren Vater, sie hätten "ein sehr offenes und ehrliches Verhältnis". Eine Packung Taschentücher hatte sie aber dabei - schließlich ist es sehr berührend "die eigene Familiengeschichte auf der großen Leinwand zu sehen".