Eva Luise Köhler

Das ganz normale Leben

Ein gutes Jahr nach dem Rücktritt ihres Mannes freut sich die frühere First Lady Eva Luise Köhler am Leben außerhalb des Rampenlichts.

"Wir genießen das ganz normale Leben", sagte die Ehefrau des früheren Bundespräsidenten Horst Köhler der "Welt am Sonntag".

An ihrem früheren Wohnsitz Schloss Bellevue fahre sie nun regelmäßig mit der S-Bahn vorbei. "Natürlich schaue ich dann auch hin", sagte Köhler. "Ich habe ja schöne Erinnerungen." In ihrem neuen Zuhause in Charlottenburg hätten sie sich gut eingelebt. "Man kann herrlich bummeln gehen", schwärmte Köhler. "Die Badeseen sind um die Ecke, auch der Chor, in dem ich singe."

Ihre freie Zeit nutze sie als Schirmherrin von "Achse", einem Verein für Menschen mit seltenen chronischen Erkrankungen. Auch bei psychischen Erkrankungen wie Erschöpfung, Depressionen und Burnout sei mehr Aufklärung nötig. "Diese seelischen Erkrankungen sind sehr ernst zu nehmen", sagte Köhler. Depressionen bedürfen professioneller Behandlung, kleine eigene Stimmungstiefs hingegen bekämpfe Köhler mit Sport und Singen im Kirchenchor: "Wenn ich mich ausgepowert habe, geht es mir gut." Zu den Vermutungen, ihr Mann sei im vergangenen Jahr auch wegen Burnouts so plötzlich zurückgetreten, sagte sie lediglich: "Es geht ihm sehr gut, danke der Nachfrage."