Trauung

Happy-End für eine Sandkastenliebe

Um kurz nach eins war es endlich so weit: Georg Friedrich Prinz von Preußen (35) und seine frisch angetraute Ehefrau, die jetzt offiziell Sophie Prinzessin von Preußen (33) heißt, traten vor die Friedenskirche in Potsdam und gaben sich unter großem Beifall gleich zwei lange, liebevolle Küsse. Die Hochzeit ist das Happy End für eine Liebe, die im Sandkasten begann.

Das Paar kennt sich bereits seit seiner Kindheit. Nun ist es nach der standesamtlichen Trauung am Donnerstag auch kirchlich verheiratet.

Pünktlich um zwölf kam die Braut im schwarz-grauen Rolls Royce vorgefahren. Zuvor war Georg Friedrich Prinz von Preußen zu Fuß mit seiner Mutter Donata Gräfin zu Castell-Rüdenhausen und seiner Schwester Cornelie-Cécile , die seit der Geburt behindert ist, zur Friedenskirche gelaufen. An der Zeremonie nahmen rund 650 geladene Gäste des deutschen und internationalen Adels sowie Vertreter aus Politik und Gesellschaft, darunter Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD), CDU-Politiker Michael Glos und Sänger Max Raabe , teil. "Die beiden sind sympathisch und bodenständig", lobte Karl Friedrich von Hohenzollern , seine Frau Katharina ergänzte: "Wir wünschen ihnen Glück, Gesundheit und viele Kinder." Fürst Alexander zu Schaumburg-Lippe und seine Frau Nadja Anna sind mit dem Prinzen von Preußen eng befreundet. "Georg Friedrich ist Patenonkel unserer Tochter Felipa Friederike ." Tamara Gräfin von Nayhauß , die mit Mann Alexander Graf von Kalckreuth und den Söhnen Maximilian und Louis gekommen war, erklärte das gesteigerte Interesse an Adelshochzeiten. "Die Leute sehnen sich heutzutage wieder nach alten Werten und Traditionen". Designer Wolfgang Joop stimmte zu. "Der Adel hat eine Vorbildfunktion." Pastor Michael Wohlrab , der den ökumenischen Gottesdienst gemeinsam mit dem pensionierten Abt Georg Graf Henckel zu Donnersmarck hielt, lobte die Offenheit und Toleranz des Hauses Preußen sowie den großen Familienzusammenhalt der Familie Isenburg. "Das macht die beiden zu einem starken Paar."

Nach dem Verlassen der Kirche stiegen die Brautleute in einen blauen Landauer und fuhren unter dem Jubel einiger Hundert Schaulustiger zum Empfang in den Neuen Kammern neben dem Schloss Sanssouci.

Fast wäre es mit der Kutschfahrt nichts geworden: Kurz bevor das Paar einsteigen sollte, war eines der Pferde ausgerutscht und gestürzt. Es berappelte sich jedoch und kam mit Hilfe des Kutschers und weiterer Helfer wieder auf die Beine - das Gespann war wieder komplett.