Irina von Bentheim

Von der Bühne ins Gartenbeet

Dem schlechten Sommer kann die Schauspielerin und deutsche Synchronstimme von Sarah Jessica Parker in "Sex and the City", Irina von Bentheim (48), durchaus etwas Positives abgewinnen: In ihrem Garten im Süden Berlins wächst und gedeiht es, was das Zeug hält.

"Bloß die Tomaten sind fast alle leider noch zu grün." Die Darstellerin, die zurzeit im Theater "Die Stachelschweine" zu sehen ist, versorgt sich selbst mit Gemüse und Kräutern aus eigenem Anbau. "Es ist ein so schönes Gefühl, die eigene Ernte zu essen. In Zeiten von Gurkengrippe und Sprossenseuche bin ich besonders froh, nicht auf gekauftes Gemüse angewiesen zu sein." Wenn sie nach Hause komme, gehe sie nicht in den Supermarkt, sondern zum Beet: Rucola, Kräuter, Basilikum, Petersilie und Hokkaido-Kürbis verfeinern ihre Gerichte. "Ich genieße das sehr. Was in meinem Garten wächst, sieht schön aus, riecht gut und schmeckt traumhaft. Es ist wirklich ein Glück, diese Möglichkeit zu haben." Neben Kürbissen und Kopfsalat blühen die Stauden. Bienen summen, Vögel zwitschern. Eine Oase, in der die Schauspielerin Kraft tankt für den nächsten Auftritt oder die nächste Synchron-Sprechrolle. Ebenfalls eine beliebte Energiequelle der Schauspielerin: Golfen. Als Mitglied des Synchron-Golf-Clubs spielte sie am Wochenende mit bekannten Hollywoodstar-Stimmen um die Wette. Von Bentheim kocht privat am liebsten selbst. "Das Gemüse schmeckt am besten, wenn man es einfach mit Öl in der Pfanne oder im Wok dünstet." Natürlich hat sie auch ein Lieblingsrezept: "Gefüllte Zucchiniblüten - die gibt es selten irgendwo zu essen und sie schmecken einfach himmlisch." Bis zum 22. August steht sie mit Klaus-Peter Grap auf der Bühne im Europacenter. "Alt werden für Anfänger" lautet das Motto ihrer Komödie "Ein Paar mit (Ge-)Biss", in der es auch um die Ernährung beim Älterwerden geht. "Du bist, was du isst, das ist ein wahrer Spruch und mit fortschreitendem Alter achtet man immer mehr darauf." Natürlich gibt es hier nicht den erhobenen Zeigefinger, sondern eine große Portion Ironie. Denn Lachen ist mindestens so gesund wie Gemüse.