Oscar-Preisträger

Film mit Waltz eröffnet New Yorker Filmfest

Schon wieder ein Riesenkompliment für den Wahl-Berliner Christoph Waltz (54, "Inglourious Basterds", "Wasser für die Elefanten"): Roman Polanskis neuer Film "Der Gott des Gemetzels" ist als Eröffnungsfilm für das New York Film Festival ausgewählt worden.

Die bissige Tragikomödie mit Hollywoods neuem Liebling Waltz und den amerikanischen Hauptdarstellern Kate Winslet, Jodie Foster und John C. Reilly wird am 30. September in New York und damit erstmals in Nordamerika gezeigt, teilten die Veranstalter am Freitag mit.

Bereits Anfang September tritt der Streifen beim Filmfestival von Venedig als Konkurrent um den Goldenen Löwen an. Der deutsche Kinostart der deutsch-französischen Produktion ist Mitte November geplant. Im vorigen Februar - sechseinhalb Monate nach seiner Entlassung aus dem Hausarrest in der Schweiz - hatte Polanski (77) in Paris mit den Dreharbeiten begonnen. Die Filmadaption des gleichnamigen Theatererfolgs von Yasmina Reza dreht sich um zwei gut situierte Ehepaare, die den Streit ihrer Kinder schlichten wollen. Christoph Waltz spielt darin den Ehemann von Kate Winslet.

Polanski war Ende September 2009 wegen eines US-Haftbefehls in Zürich festgenommen worden und stand bis Juli 2010 in seinem Chalet in Gstaad unter Hausarrest. Die Schweizer Behörden entschieden sich aber letztlich gegen eine Auslieferung und ließen Polanski frei. Die kalifornische Staatsanwaltschaft wirft dem Oscar-Preisträger vor, sich 1977 an einer Minderjährigen vergangen und sich dann der US-Justiz entzogen zu haben. Damals gestand der polnisch-französische Filmemacher, ein 13 Jahre altes Mädchen in der Villa seines Freundes Jack Nicholson mit Champagner und Drogen zum Sex verführt zu haben.

( BM )