Film

Tierische Gefühlsverwirrungen

In der Rolle des Amors ist Oliver Mommsen eine glatte Fehlbesetzung. Sämtliche Verkupplungsversuche gingen bisher grandios daneben: "Ich wollte mal einen Freund und eine Freundin zusammenbringen, auf einer Kostümparty.

Ich war fest davon überzeugt, dass sie zusammenpassen." Dem war dann leider nicht so, doch mittlerweile sprechen beide wieder mit ihm. Auch Jasmin Gerat kann als Liebesbotin keine Erfolge vermelden. Gut also, dass beide nun nur Amors Zielscheiben spielen im Sat.1-Film "Was Tiere wollen".

Die Phoenix-Filmproduktion, die derzeit in Berlin realisiert wird, erzählt die Geschichte eines kleinen Jungen namens Jan ( Max Boekhoff ), der für seinen Vater nach dem Tod der Mutter eine neue Frau finden will. Und obwohl er dabei auf wundersame Weise Hilfe von seinen sprechenden Haustieren bekommt, sieht alles zunächst wenig nach Happy End aus. Der Pedant und passionierte Teetrinker Peter und die schusselige Chaotin Lisa, die morgens ihre laute Espressomaschine zum Munterwerden braucht, können ihrem jeweiligen Nachbarn wenig Gutes abgewinnen. Auch die letzte Begegnung von Jasmin Gerat und Oliver Mommsen vor laufender Kamera war sehr emotional. Bei "Alarm für Cobra 11" haben sie als zerrüttetes Paar am Ende sogar aufeinander geschossen. Jetzt, in einer großen Villa in Wannsee, ist mehr Gefühl im Spiel: "Mit Jasmin vorsichtiges Verlieben zu spielen, ist traumhaft. Eigentlich dürfte man dafür gar nicht bezahlt werden", schwärmt Oliver Mommsen, der durch den Dreh auch Teeliebhaber wurde. Zur Vorbereitung auf den Film bekam er ein Tee-Set mit allem Drum und Dran. Zum Üben. "An einem verregneten Tag habe ich es dann mit meiner Tochter Lotte ausprobiert, und wir hatten großen Spaß an der fast meditativen Zubereitung des Tees. Also, Tee als Zeremonie. Dieses Spiel mit dem Wasser, der Umgang mit schönen Schalen und Kannen gemischt mit großer Sorgfalt, das hat was." Jasmin Gerat und ihrer Tochter Sunny Deva (4), die bereits planen, zwei Katzen in ihrem Kreuzberger Zuhause aufzunehmen, haben es vor allem die vielen Tiere beim Dreh angetan: "Eigentlich nehme ich meine Tochter nie mit ans Set, aber hier passte das. Sunny liebt ,Pippi Langstrumpf', da fand sie die Begegnung mit dem kleinen Äffchen der Tiertrainerin natürlich großartig: ,Mama arbeitet mit Herrn Nilson.'" Ab 4. August geht es für Jasmin Gerat tierisch weiter. Dann spielt die 32-Jährige in "Man tut, was man kann" eine Tierärztin. Zur Vorbereitung wird sie in den nächsten Tagen im Tierheim Berlin hospitieren.