Kai Wiesinger

Lieber graue als gar keine Haare

Es gibt Männer, die sehen, je älter sie werden, immer besser aus: George Clooney ist so einer, Patrick Dempsey und natürlich Hugh Grant. Wenn Man(n) aber gut auf sich achtet, können ein paar Falten mehr, graue Schläfen und schärfere Züge durchaus attraktiv sein.

Schauspieler Kai Wiesinger (45, "14 Tage lebenslänglich") ist so ein Mann. Derzeit steht der Wahlhamburger in dem RTL-Abenteuerfilm "Die Jagd nach dem Bernsteinzimmer" am Großen Wannsee vor der Kamera. Schlank, sportlich, kantig und grau meliert sucht er an der Seite von Kollegin Bettina Zimmermann und dem dritten Schatzjäger im Bunde, Fabian Busch , nach dem legendären Bernsteinzimmer. "Die Dreharbeiten sind ein großes Abenteuer", schwärmt er, zumal er dank seiner körperlichen Fitness die meisten Stunts selbst machen darf. So saust er in einem Glockenturm an einem Seil 18 Meter in die Höhe durchs Kirchendach. Die Schrammen, die er davonträgt, sind allerdings nicht echt. Die grauen Schläfen schon. "Was soll ich sagen? Entweder die Haare gehen aus oder werden grau. Dann doch lieber so", so der zweifache Vater. Mit dem Älterwerden hat er kein Problem. Er trinkt keinen Alkohol, macht regelmäßig Sport. "Ist gut, wenn man so alt aussieht, wie man ist. Das wäre ja schlimm, wenn das Publikum altern würde, man selbst aber nicht. Ewig junge Schauspieler sind unglaubwürdig."