Fernsehen

"Es kann nichts so schlecht sein, dass es nicht auch für etwas gut ist"

Nach dem Rücktritt von Karl-Theodor zu Guttenberg hat sich das Ehepaar zu Guttenberg weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Am Sonnabend sendete das ZDF in dem Frauenmagazin "ML mona lisa" das erste private Fernsehinterview mit Stephanie zu Guttenberg seit Monaten.

Die gebürtige Münchnerin setzt sich seit Jahren gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern ein, im Januar 2011 hat sie die Schirmherrschaft des Landesverbands Bayern der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft übernommen. Über die Gründe und die Motivation für ihr soziales Engagement - auch künftig - sagte sie: "Es gibt die Dinge, die mir im Leben wichtig sind, und die verfolge ich vollkommen stur weiter. Und es ist mir relativ egal, was da so rechts und links von mir passiert." Grundsätzlich sei sie "ein sehr positiver Mensch mit einem gehörigen Maß an Humor, viel Neugier und Tatkraft".

Das Fundament für diese Einstellung wurde in ihrem Elternhaus gelegt: "Mir haben meine Eltern ein gutes Rüstzeug gegeben. Wir haben immer viel gelacht in der Familie. Immer nach dem Motto: Es kann nichts so schlecht sein, dass es nicht auch für etwas gut ist." Ihren Kindern möchte Stephanie zu Guttenberg mit auf den Weg geben: "Mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben, ein Rückgrat, was man auch als Eltern den Kindern mitgibt, zu behalten, auch mal sich trauen, gegen den Strom zu schwimmen."