Konzert

Franziska Knuppe verführt ihre Familie zur Klassik

Mit einem bangen Blick Richtung Himmel stand Gastgeber Hans-Reiner Schröder (BMW) Sonntagmittag auf der Dachterrasse des Hotel de Rome. "Hoffentlich regnet es nicht", sagte er. Zu seinen Füßen auf dem Bebelplatz vor der Humboldt Universität hatten sich 25 000 Menschen versammelt, um bei dem kostenlosen Konzert "Staatsoper für alle" dabei zu sein.

Und wie in jedem Jahr gab es zeitgleich einen Empfang auf der Terrasse. "Ich bin das zweite Mal dabei und begeistert von der Aussicht und dem Interesse an klassischer Musik", sagte Staatsoper-Intendant Jürgen Flimm . Er hielt auch die Begrüßungsansprache. "Im Inneren der Staatsoper steht zurzeit kein Stein mehr auf dem anderen", so Flimm. Sie sei komplett entkernt. "Aber im Sommer 2014 werden wir wieder einziehen. In ein nagelneues Haus, technisch auf dem allerneusten Stand."

Model Franziska Knuppe war mit ihrem Mann Christian Möstl und Tochter Mathilda gekommen. "Ich liebe Klassik", sagte sie. Ob Edvard Grieg, Giuseppe Verdi, Beethoven oder Mozart - Klassik könne sie immer hören. "Staatsoper für alle findet in diesem Jahr zum fünften Mal statt", sagte Dirigent Daniel Barenboim . Er freute sich besonders, die noch unbekannte 24 Jahre alte chinesische Pianistin Yuja Wang vorstellen zu können. "Sie ist fantastisch", schwärmte Barenboim. Gespielt wurden Beethovens 5. Klavierkonzert und seine 5. Sinfonie. Unter den Gästen waren auch der italienische Botschafter Michele Valensise , der Botschafter von Monaco, Claude Giordan , und Schauspielerin Gerit Kling. Nach dem Konzert wurden Wang, Barenboim und die Staatskapelle Berlin derart stürmisch gefeiert, dass sie noch Mozarts Ouvertüre "Nozze di Figaro" als Zugabe spielten. "Wir sind stolz, die Tradition trotz Sanierung der Oper weiterführen zu können", sagte BMW-Vorstandsmitglied Frank-Peter Arndt . Es sei überwältigend zu sehen, wie die Musiker "mit dem Publikum den Bebelplatz zu einem musikalischen Gesamtkunstwerk verwandeln". Und zum Glück spielte auch das Wetter mit.