Münchner Filmfest

Familientreffen der Film- und Fernsehlieblinge

| Lesedauer: 2 Minuten
Andrea Vodermayer

Nicht nur auf der Leinwand gab es bei der Eröffnung des 29. Münchner Filmfests einiges zu sehen.

Auf der Einladung war um "festliche Kleidung" gebeten worden. Die meisten Gäste tauchten allerdings nicht in Abendgarderobe, sondern im Lässig-Look auf. Jeans statt Glitzer und Glamour. Auch das zeichnet das Filmfest an der Isar aus, das mit dem belgischen Film "Der Junge mit dem Fahrrad" im Mathäser Filmpalast eröffnet wurde.

Schauspielerin Suzanne von Borsody trug als eine der wenigen ein langes Abendkleid. Doch auch sie schätzt das Unaufgebrezelte am Münchner Filmfest: Anstatt mit der VIP-Limousine vorzufahren, steigt sie aufs Rad oder geht zu Fuß zu den Events. In diesem Jahr ist sie selbst mit dem Film "Der Chinese" beim Festival vertreten. Schauspieler Friedrich von Thun machte einen Familienausflug. Er kam mit seinen Kindern Max und Gioia zum Filmegucken und kostete seinen Heimvorteil aus: "Das Schöne am Münchner Filmfest ist, dass es vor der Haustüre liegt. Und man trifft hier viele Kollegen und Regisseure. Als Arbeit habe ich das Münchner Filmfest noch nie gesehen. So weit ist es noch nie gekommen", schmunzelte er.

Im Blitzlicht kokettierte auch Lothar Matthäus' Ex Ariadne Ioannou. Für sie war es das erste Filmfest. "Ich lasse mich überraschen", sagte sie. Zum Film will sie nicht, auch wenn das kurze Kleidchen anderes vermuten ließ: "Ich werde jetzt erst einmal mein Psychologie-Studium beenden. Dann schaue ich, was kommt." Guter Plan. Produzent Quirin Berg ("Männerherzen") schätzte Ariadne Ioannous Chancen, beim Fest eine Rolle zu ergattern, denn gering ein. "Natürlich kann man beim Filmfest neue Gesichter entdecken. Aber eine Rolle zu bekommen ist ein komplexer Prozess. Ex-Freundin allein genügt jedenfalls nicht als Qualifikation. Es muss auch schauspielerisches Talent da sein."