Karl-May-Spiele

Frank Kesslers tierische Zwischenfälle

Noch vor dem ersten Applaus kam für Schauspieler Frank Kessler der tiefe Fall. Vom Pferd. Der 49 Jahre alte Berliner ("Henri 4", "Die Päpstin") gibt am heutigen Sonnabend sein Debüt bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg.

Bis zum 4. September ist er in der Rolle des Bösewichts Buttler in "Der Ölprinz" zu sehen, das in diesem Jahr 60. Jubiläum feiert.

Schon die Probenzeit war ein Erlebnis. "Ich gehe durch die Tür und fühle mich wie ein Kind im Sandkasten", erzählt Frank Kessler von den Begegnungen mit Winnetou ( Erol Sander ), Rosalie Ebersbach ( Lisa Fitz ) und dem Ölprinz ( Marek Erhardt ). Der anfängliche Stolperer von Apfelschimmel Bonito beim ersten Intensivtraining im Mai ist fast vergessen. Frank Kessler war in Zeitlupe vom Pferd gefallen. "Es war ein kurzer Schreckmoment, aber als alter Judoka habe ich natürlich sauber abgerollt", so Kessler. Der kämpfte früher in der Karate-Bundesliga, gewann zwischen 1980 und 1992 verschiedene nationale und internationale Titel. Nach einigen Jahren als Stuntman wollte er aber Geschichten erzählen, nicht nur Action.

Jetzt hat der Charlottenburger beides und eine große Herausforderung noch dazu - die Kombination von Mensch und Tier. " Markus Majowski hat richtig Spaß, mit dem Esel, mit dem er arbeiten muss. Wenn der keine Lust hat, wälzt er sich mal eben auf dem Boden. Ich bin gespannt, wie Markus das dann live löst."

Angst vor tierischen Zwischenfällen hat Kessler nicht, im Gegenteil: "Durch die Tiere kriegt man als Schauspieler eine gewisse Natürlichkeit zurück."