Film

"Ich komme ganz sicher wieder"

Hollywood-Star Cameron Diaz trinkt gern, sie nimmt Drogen, lügt, was das Zeug hält, und wartet nur auf eins: einen reichen Traummann, der ihr Leben finanziert. Das alles tut sie natürlich nur im Film!

Am Freitag stellte die 38-Jährige ihre Komödie "Bad Teacher" (Kinostart: 23. Juni) im Cinestar am Potsdamer Platz vor.

Und eines sollte ein Hollywood-Star auf jeden Fall können: schnell die Garderobe wechseln. Diaz schlüpfte immer wieder in neue Outfits. In verführerischem Türkis stand sie auf der Dachterrasse des Chinaclubs beim Fotoshooting, in Hose und Jackett gab sie im Adlon Interviews und zu guter Letzt erschien sie auf dem roten Teppich im schwarzen Hosenanzug - die Diaz machte stets eine gute Figur.

"Ich freue mich wahnsinnig auf den Film", sagte Schauspielerin Julia Dietze , die wie viele deutsche Stars ins Cinestar gekommen war. Dass sie des Öfteren als die deutsche Diaz bezeichnet wird, empfindet sie "als großes Kompliment." Auch Moderator Jochen Schropp ist absoluter Diaz-Fan: "Sie hat einfach alles: ein tolles Lachen, Humor, strahlend blaue Augen."

In "Bad Teacher" spielt Diaz allerdings ein ziemliches Miststück, die skrupellose Lehrerin Elisabeth, die ihren Job eigentlich hasst. "Im Grunde sitzt sie nur in der Schule, um dort zu schlafen", sagt Diaz. Denn Elisabeth liebt es, auszugehen, und "da ist man tagsüber eben sehr müde". Alles ändert sich, als der junge Vertretungslehrer Scott an ihrer Schule anfängt. Der neue Kollege ist nicht nur attraktiv, sondern auch vermögend. Pikantes Detail an der Besetzung: Scott wird von Diaz' Ex-Freund Justin Timberlake (30) gespielt. Jetzt werden sie vor der Kamera wieder ziemlich intim. "Ich und Regisseur Jake Kasdan haben lange überlegt, wer diese Rolle spielen könnte", sagt Diaz. Und eines Tages hätten sie beide im selben Moment gesagt: "Warum nicht Justin?" Kein Problem, den Ex vor der Kamera zu küssen? "Im Gegenteil, ich finde es angenehmer, mit jemandem zu arbeiten, den ich gut kenne."

Schade fand sie nur, dass sie von Berlin wieder kaum etwas sah. "Ich bin von der Stadt und ihrer Entwicklung sehr beeindruckt", sagt sie. Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas habe sie von der Dachterrasse des Chinaclubs aus betrachtet. "Ich habe es schon mal besucht und war jetzt von der Perspektive von oben völlig beeindruckt." Diaz hat sich fest vorgenommen, mal "in Ruhe nach Berlin zu kommen." Schließlich sei die Stadt "unglaublich offen, kreativ und progressiv."