Ausstellung

Wenn Brüste in Porzellanschalen wackeln, ist das moderne Kunst

Drei Säulen auf Spiralen, kleine, runde Plastikbrüste wackeln darauf in Porzellanschalen, wenn die Sockel angeschubst werden. Natürlich will da jeder mal dran rütteln, und jede Bewegung löst große Heiterkeit aus.

Heiter ist auch die Stimmung am Donnerstagabend in der Galerie Mianki an der Kalckreuthstraße in Berlin-Schöneberg. Das Kunstwerk, dass sich mit dem absurden Streben nach oberflächlicher, äußerer Schönheit auseinandersetzt, heißt "i love my boobys" (dt. "Ich liebe meine Brüste") und ist Teil der Ausstellung "About Love and Trouble" (dt. "Über Liebe und Probleme") von Katharina Schnitzler , die bis zum 27. August insgesamt 37 Werke ausstellt. Neben Freunden, Sammlern und Schaulustigen ist auch ihre Freundin, Tatort-Kommissarin Ulrike Folkerts gekommen. "Wir machen heute bis Mitternacht", erzählt die gut gelaunt und freut sich über das Interesse an den Werken ihrer Lebensgefährtin. "Für mich ist es schwer, zu sagen, welches Bild oder welche Installation mir am besten gefällt", sagt sie. Wer glaubt, man könne Ulrike Folkerts in den Werken wiederentdecken, irrt aber. "Es gibt keine Arbeit, die einen direkten Bezug zu ihr hätte", sagt Katharina Schnitzler.