Vitali und Wladimir Klitschko

Vier Fäuste auf dem roten Teppich

Nur eine Premiere für zwei Boxweltmeister? Das geht nun wirklich nicht! So könnten die Brüder Vitali (39) und Wladimir Klitschko (35) gedacht haben und feierten mit ihrer Dokumentation "Klitschko" (ab dem heutigen Donnerstag in den Kinos) zweimal Premiere.

Am Dienstag in Essen und am Mittwoch in Berlin im Cinestar im Sony Center. In Essen war Wladimir Klitschko allerdings nicht dabei, er war in einem Trainingscamp in Kitzbühel. Schließlich will er am 2. Juli gegen den David Haye kämpfen. "Aufgeregt bin ich noch nicht", sagte er. Und, dass er die Trennung von seiner Freundin Hayden Panettiere gut überstanden habe. "Wir haben das gut hinbekommen", so Wladimir. Sie seien immer noch "tolle Freunde". Sein Single-Leben kann er allerdings nicht genießen, oder besser: noch nicht. "Der Kampf geht erst mal vor."

Gibt es Unterschiede zwischen den Brüdern? "Wladimir kann besser Boxen und Kochen und ich kann besser Kinder machen", sagte Vitali. "Ich habe schon drei Kinder und Wladimir erst eins." Ohne Kinder aber mit Freundin Svenja Holtmann kam Til Schweiger zur Premiere. Er liebe Boxen, so Schweiger. "Schließlich geht es dabei nicht nur darum, dem Gegner eins auf die Mütze zu hauen, sondern auch darum, selbst nicht getroffen zu werden." Gut getroffen hatte es Regisseur Sebastian Dehnhardt mit seinen beiden schlagfertigen Titelhelden: "Die Klitschkos sind für mich Personen der Zeitgeschichte. Sie verkörpern Werte, von denen man sich gerne eine Scheibe abschneidet."

Obwohl sie Publikum gewohnt sind, waren die zwei starken Männer in Berlin nervös. "Wahnsinnig", sagte Wladimir. Er musste nach der Vorführung zum Flughafen, und flog zurück nach Kitzbühel. Disziplin statt Party! Lieber als der Gang über den roten Teppich ist echten Box-Champion eben immer noch der Ring. "Natürlich!", so Wladimir lachend. Sie seien Boxer, keine Filmstars. Und statt "Film ab" hören die eben immer noch lieber "Lets get ready to rumble!"