"Hamburg-Berlin-Klassik"

"Die schönste Rallye in Deutschland"

Rockstars sind Stress gewöhnt. Jeden Abend auf der Bühne stehen, jeden Tag in einer anderen Stadt - da dürften drei Tage bei einer Oldtimer-Rallye ein eher geringes Problem sein.

Besonders, wenn es sich um eine Gleichmäßigkeitsfahrt handelt wie bei der Rallye "Hamburg-Berlin-Klassik" von "Auto Bild", die am Sonnabend im Meilenwerk in Moabit zu Ende ging.

180 blitzblank polierte Oldtimer waren am Donnerstag in Hamburg an der Fischauktionshalle gestartet. Mit dabei: Panikrocker Udo Lindenberg. Zigarre im Mundwinkel, Sonnenbrille, der obligatorische Hut auf dem Kopf. Lindenberg machte es sich in einem roten Porsche 911 Speedster neben seiner Beifahrerin Isabell Edvardsson bequem. Lindenberg ist bekennender Porsche-Fan. "Meine erste Knete habe ich in einen 911er gesteckt", sagte er. Ebenfalls mit auf der 700-Kilometer-Tour kreuz und quer durch Norddeutschland waren Katarina Witt, Helmut Zierl und die Brüder Alexander und Konstantin Sixt.

"Das ist die schönste Rallye in Deutschland", sagte Schauspieler Ralf Herforth, der das dritte Mal teilnahm. Unternehmerin Heidi Hetzer kam lachend ins Ziel und gestand: "Ich hatten vor Berlin eine Panne: Das Benzin war alle." Besonders gut gestylt fuhr Jürgen Vogel. Er war mit Pilotensonnenbrille unterwegs - in einem Jaguar E-Type von 1961. Regisseur Sönke Wortmann hingegen war unrasiert und saß in einem Range Rover von 1981. "Es war anstrengend, weil man sehr konzentriert fahren muss", sagte Schauspieler Sascha Wussow . Allerdings sei die Strecke wunderschön und er würde sofort wieder mitfahren. Kurzfristig abgesagt hatte Musiker Peter Maffay. Sein Arzt stellte ihn vor die Wahl: Entweder auf Tour gehen oder die Rallye fahren. Beides zusammen sei zu anstrengend. Schöne Autos hin oder her, Maffay entschied sich für seine Konzert-Tour.