Musik

"Ich bin zwei Berliner"

Herbert Grönemeyer (55) ist, was sein privates Leben anbelangt, eher ein verschlossener Typ. Wenn er allerdings über Berlin spricht, gerät er ins Schwärmen.

"Diese Weite und Offenheit und dieser Himmel überall, das gibt es nirgendwo sonst auf der Welt - nicht in Paris, nicht in London, nicht in New York", sagt Grönemeyer in der Zeitschrift "Tip". Seit zwei Jahren pendelt der Musiker zwischen Berlin und London. Und das Wohnen an zwei Orten bringt manchmal Verwirrung mit sich: "In Berlin bin ich etwas angespannter als in London, weil ich weiß, dass man mich hier eher erkennt." Manchmal komme er am Berliner Flughafen an und wundere sich, warum alle so gucken. "Dann brauche ich zehn Sekunden, bis mir einfällt: Ach ja, hier bin ich ja ein Promi."

Am 5. Juni spielt Grönemeyer im Olympiastadion - 2007 stand er dort schon einmal auf der Bühne und war vorab "tierisch nervös". Nach dem Konzert habe er noch lange in der Bar des "Hotel de Rome" gefeiert und danach "mit einer Zigarette auf dem Balkon gesessen und in den Himmel geguckt, bis die Sonne aufging". Einmal hielt der gebürtige Bochumer bei den "Berliner Lektionen" eine Rede über die Stadt. "Es war das einzige Mal, dass ich überhaupt eine Rede hielt", sagt er. Titel: Ich bin zwei Berliner.