Golfgeflüster

Jubiläum am Scharmützelsee

Wie feiert man den Geburtstag eines Golf-Clubs? Natürlich mit einem Golfturnier. Vor fünf Jahren hat der Arosa Golf Club am Scharmützelsee den Stan-Eby-Platz eröffnet - als perfekte Ergänzung zum parkartigen Arnold-Palmer-Platz und dem schwierigen Nick-Faldo-Course.

Der Stan-Eby-Platz ist zwar leichter eingestuft als die anderen beiden Plätze, doch seine harten und schnellen Grüns erfordern viel Geschick und golferisches Können. Mein Mitspieler Christian Schenk, Zehnkampf-Olympiasieger und Hobby-Golfer mit Handicap 33, hatte für besonders schwierige Schläge einen Tipp: "Lächeln, wenn man den Ball anspricht." Klingt komisch, hat aber zumindest bei meinen Bunkerschlägen funktioniert.

Auf den Grüns verging vielen allerdings das Lächeln, wenn aus dem erhofften Birdie - ein Schlag unter Par - ein Bogey - einer über Par - wurde. "Golf ist zu 50 Prozent Glück und der Rest ist Putten", tröstete Arosa-Präsident Horst Rahe bei der Siegerehrung. Doch es gab unter den Teilnehmern des perfekt von Vanessa Herbon organisierten Turniers auch sehr erfolgreiche Spieler: Landessportbundchef Klaus Böger räumt mit 44 Punkten den Netto-Preis ab - einen dreitägigen Aufenthalt im neuen Arosa-Resort auf Sylt. Nun will Böger ernsthaft an Handicap 36 arbeiten. Die Bruttopreise gingen an ein fast unschlagbares Golfer-Ehepaar: Renate Specker (Handicap 9) siegte mit 19 Punkten bei den Damen, ihr Mann Roland Specker (Handicap 4,8) wurde mit 29 Bruttopunkten Turniersieger. Üblicherweise gibt es bei Golfturnieren einen Doppelpreis-Ausschluss, das heißt, man gewinnt nur in einer Spielklasse.

Ein Ehepaar-Preisausschluss ist zum heimlichen Bedauern mancher Teilnehmer nicht vorgesehen. Wer nicht gewonnen hatte, durfte trotzdem feiern, denn zum fünfjährigen Jubiläum des Golfclubs kam im März noch der fünfte Stern für das Arosa-Resort dazu. Zu Hummer-Büfett und anschließender Party im Restaurant am See fanden sich auch prominente Gäste wie Model Franziska Knuppe und die Schauspieler Susanne von Borsody und Michael Mendl.

Beim Turnier des Capital Clubs und des Vereins der Berliner Kaufleute am Motzener See erwiesen sich die Chefs der Messe Berlin als besonders treffsicher. Geschäftsführer Christian Göke (Handicap 9,4) schlug den Ball vom Abschlag 1,12 Meter neben die Fahne, verpasste aber trotzdem den Preis - zwei Air-Berlin-Flüge nach Mallorca - um zwei Zentimeter. Sein Mitstreiter Raimund Hosch (Handicap 14,6) platzierte seinen Abschlag nur drei Zentimeter neben der Linie.