Friederike Kempter

Ihr ist nichts peinlich

Sie wartet noch immer auf die Beförderung. Nach acht Jahren im Münsteraner "Tatort" will Friederike Kempter mit ihrer Rolle als attraktive Kommissarsanwärterin Nadeshda Krusenstern endlich weiterkommen, doch einer steht im Weg: "Der Axel Prahl geht in den Ruhestand, und ich übernehme", sagt die 31 Jahre alte Wahlberlinerin über ihre Ambitionen.

Am Sonntag wird sie an der Seite von Hauptkommissar Frank Thiel ( Axel Prahl ) und Rechtsmediziner Professor Karl-Friedrich Boerne ( Jan Josef Liefers ) die Karriereleiter allerdings noch nicht erklimmen und ihrem Kollegen weiter assistieren müssen, denn "er kennt meinen Plan, aber er hat noch nicht Ja gesagt". Bis dahin verzichtet die zuletzt als Till Schweigers Agentin in "Kokowääh" zu sehende Kempter auf Faltencreme und andere verjüngende Maßnahmen, denn "als Frau hat man in meinem Alter eine relativ schwierige Phase. Ich sehe noch zu jung aus, um eine Mutter spielen zu können, aber mittlerweile fast zu alt für diese klassischen Rollen der Anfang Zwanzigjährigen. Ab nächstes Jahr, denke ich, geht es mit den Mutterrollen los. Da hätte ich Lust drauf."

Auch privat hätte sie nichts dagegen, mit ihrem Freund eine Familie zu gründen. Gerne in Berlin, wo die Schauspielerin aus Freudental bei Stuttgart seit vielen Jahren lebt. Doch noch ist sie "wankelmütig und unentschlossen. Zwischendurch denke ich darüber nach, irgendwann zurück aufs Land zu ziehen. Dann hätte ich gerne Schafe, Hunde und eine Kuh." Konkreter sehen ihre beruflichen Pläne aus.

Mit der am 20. Mai startenden Neuauflage der Nachrichtenparodie "Wochenshow" auf Sat.1 wird Friederike Kempter ein großes Erbe antreten. Nach neun Jahren kommt das Format mit Ingolf Lück zurück ins deutsche Fernsehen, ohne Bastian Pastewka und Kempters "Ladykracher"-Kollegin Anke Engelke, dafür mit Matthias Matschke, Matze Knop und anderen. Von ihrer "großen Lehrerin" und ihrem "Vorbild" Engelke hat Kempter den "Wochenshow"-Segen bereits erhalten. Und von ihr hat sie gelernt, "dass einem in diesem Beruf nichts peinlich sein darf. Privat ist mir aber ganz viel peinlich, denn ich bin nicht so jemand, der lustig und laut herumläuft und exhibitionistisch veranlagt ist", sagt sie und erklärt weiter, dass "Frauen im Comedy-Fach eine schwierigere Gratwanderung machen, um nicht vulgär rüberzukommen. Als Frau will man vielleicht schön und begehrenswert sein. Wenn einem aber das wichtig ist, dann kann man nichts anderes, als romantische Komödien spielen."