Justiz

Bushido findet Berliner Gefängnisse okay

Rapper Bushido (32) hat derzeit einen heißen Draht zur Berliner Justizvollzugsanstalt. Der in Tempelhof aufgewachsene Künstler kümmert sich um einen Bekannten, der dort seine Strafe absitzt: "Der Kerl ist wie mein Ziehsohn. Ich bin sein Kummerkasten, zahl ihm den Anwalt und so", sagte er im Interview mit der Zeitschrift "FHM".

"Ab und zu telefonieren wir. Kennste ja: Berliner Knäste sind ganz angenehm. Ist eher wie Hausarrest." Er will aber nicht undankbar sein und weiß diesen Umstand durchaus zu schätzen: "Übrigens auch ein Grund, warum man Deutschland mehr Respekt schenken sollte." Nach seiner Bandscheiben-Operation im November vergangenen Jahres geriet Bushido in eine Schaffenskrise, die er mittlerweile aber überwunden habe. Sein Mitte Mai erwartetes neues Studioalbum "Jenseits von Gut und Böse" soll weniger aggressiv sein und positive Botschaften vermitteln: "Wenn's mir gut geht, will ich den Leuten nicht vorgaukeln, dass ich voll am Arsch bin. Mir geht's wirtschaftlich ausgezeichnet, ich habe in den letzten Jahren viele schöne Orte gesehen. Mann, ich bin Euro-Millionär, was soll ich machen?" Bushido will nicht klagen, aber ab und an ärgert er sich schon. Wie nach seinem Besuch bei der TV-Show "TV total". Stefan Raab habe mit dem Musiker gesprochen, als könne dieser kein Deutsch. "Ich hatte Deutsch-Leistungskurs", verteidigte sich der Musiker. Bis zur 11. Klasse. Danach verließ Bushido das Gymnasium.