Sängerin

Jule Neigel litt an Depressionen

Die Sängerin Jule Neigel hat nach einem gewalttätigen Übergriff jahrelang an Depressionen und Panikattacken gelitten. Ihr ehemaliger Partner habe sie in einem Streit am Hals gepackt und gegen die Wand gedrückt, dass sie dachte, er wolle sie erwürgen, sagte die 44-Jährige der "Bild am Sonntag".

"Nach dem bösen Streit konnte ich wochenlang nur drei Stunden die Nacht schlafen, hatte Albträume, musste immer das Licht brennen lassen. Hinzu kamen ein Druck auf der Brust und Panikattacken aus dem Nichts." Sieben Jahre später seien Symptome wie starke Atemnot hinzugekommen. Sechsmal sei die Sängerin, die 1987 mit dem Lied "Schatten an der Wand" bekannt geworden war, stationär in Kliniken behandelt worden. Außerdem habe sie jahrelang starke Medikamente eingenommen, und irgendwann kamen Selbstmordgedanken. Sie habe sich in Luft auflösen wollen, sagte die Sängerin. "Aber wenn du noch Menschen hast, die du liebst, und wenn du das Gefühl hast, dass du denen das nicht antun kannst, machst du das nicht." Ihre Mutter sei diejenige gewesen, die Jule Neigel die Augen geöffnet habe. Nach elf stummen Jahren, einer Therapie und dank einer neuen Liebe namens Jörg Dudys, Gitarrist in ihrer Band, dreht die Sängerin jetzt wieder auf. "Neigelneu" heißt passenderweise ihr aktuelles Album, das zehnte. Es kommt am 15. April in die Läden.