Filmpreis

Tiefe Einblicke bei der Lola-Party

Wenn es beim Deutschen Filmpreis im Friedrichstadtpalast eine Lola für das aufregendste Outfit gegeben hätte, Minu Barati-Fischer hätte sie gewonnen. Die Filmproduzentin und Frau von Joschka Fischer trug am Freitagabend ein hautenges schwarzes Kleid mit Reißverschluss, der im Laufe des Abends gefährlich weit nach unten rutschte.

Da riskierte nicht nur Schauspieler Clemens Schick einen Blick. Die Stimmung auf der Aftershowparty nach der glamourösen und gefühlvollen Preisverleihung war locker und entspannt. Florian David Fitz , der für seinen Film "Vincent will meer" gleich zwei der begehrten Lolas (Bester Film, Bester Schauspieler) gewann, strahlte bis über beide Ohren. "Ich bin so glücklich, das ist der Wahnsinn", freute er sich und umarmte jeden, der ihm begegnete. Seine Kollegen August Diehl und Alexander Fehling , die leer ausgegangen waren, gönnten ihrem Freund den Erfolg. "Ich hatte schon geahnt, dass Florian gewinnt. Ich freue mich für ihn", so Fehling.

Für so viel Fairness gab es ein dickes Lob von Armin Rohde : "Die Jungs sind klasse. Die sind nicht neidisch, sondern jeder macht sein eigenes Ding. Das finde ich super." Auch Bernadette Heerwagen , die als "Beste Schauspielerin" nominiert war, aber keine Lola bekommen hatte, war nicht traurig, sondern lächelte den ganzen Abend schwer verliebt an der Seite ihres neuen Freundes Ole Puppe .

Die Schwestern Nesrin und Yasemin Samdereli , die für ihre deutsch-türkische Komödie "Almanya" zwei Preise eingeheimst hatten, wurden von Landsmännin Sibel Kekilli gedrückt, und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit prostete Alexandra Neldel mit einem Glas Champagner zu. Später füllte sich dann auch die Tanzfläche, und Schauspielerin Nicolette Krebitz löste das Problem der schmerzenden Füße, indem sie einfach barfuß lief. Unternehmungslustige Jungstars wie Janin Reinhardt , Jennifer Ulrich und Karoline Herfurth diskutierten, wohin sie noch ziehen wollten: Ins Borchardt, ins Grill Royal oder doch ins Kingsize? Andere, zum Beispiel Tom Tykwer , Martina Gedeck oder Herbert Knaup , suchten sich eine ruhige Ecke und ließen den Filmpreis mit einem Glas Wein ausklingen. Egal wo, wie und mit wem - gefeiert wurde in der Lola-Nacht auf jeden Fall noch lange.