Preisverleihung

Zwölfmal zum Jupiter und zurück

Sie gelten als begehrte Trophäen: die Jupiter Awards. Zum einen, weil die Preisträger von Lesern und Internet-Nutzern der Zeitschriften "TV Spielfilm" und "Cinema" ausgewählt werden - also vom Publikum.

Und zum anderen, weil die Zahl der Gäste überschaubar gehalten wird und nur etwa 150 in die Puro Lounge im Europa-Center gebeten werden. So bleibt der Kreis intim. Auch in diesem Jahr, in dem die Preise zum 32. Mal vergeben wurden.

Der Jupiter für Deutschlands besten Kinofilm ging an das Tourette-Drama "Vincent will meer". Drehbuchautor und Hauptdarsteller Florian David Fitz nahm den Preis zusammen mit Regisseur Ralf Huettner entgegen. Fitz kam im ungewöhnlich Look. Die Haare lang, der Bart üppig: Nun ja, nicht ganz: "Ich werde grau, bevor der Bart voll wird", scherzte Fitz über seinen spärlichen Bart. Am kommenden Freitag ist er auch als bester Schauspieler für den Deutschen Filmpreis nominiert. Sein Herausforderer in derselben Kategorie, Alexander Fehling , hatte beim Jupiter allerdings die Nase vorn und wurde als bester Darsteller geehrt. Von Konkurrenzkampf aber keine Spur. Man war gespannt, wer kommende Woche gewinnt. Bei den Frauen gewann Karoline Herfurth . Gerade hat sie Dreharbeiten in Dresden beendet, demnächst geht es weiter: "Mit dem Film von Helmut Dietl in Berlin. Endlich!" Damit meint sie nicht das Starkino, für das sie dann vor der Kamera steht. Sie freut sich, dass sie mal in Berlin arbeiten kann. Ihrer Heimatstadt.

Insgesamt wurden Auszeichnungen in zwölf Kategorien vergeben, unter anderem auch an das "Tatort"-Duo Jan Josef Liefers und Axel Prahl sowie an Nina Kunzendorf als beste TV-Darsteller. Dieter Wedel wurde für sein TV-Spektakel "Gier" ausgezeichnet. Schauspieler-Legende Hardy Krüger bekam den Ehren-Jupiter für sein Lebenswerk. Dem Berliner sei es in der Nachkriegszeit als einem der ersten deutschen Schauspieler gelungen, international Karriere zu machen.