Premiere

Heißkalter Auftakt mit Stargast Lou Bega

| Lesedauer: 2 Minuten
Ines Nurkovic

3000 Kostüme, 2500 Sitzplätze und wo man hinsah: Eis. Für die neue Eiskunstlaufshow "Tropicana" von "Holiday On Ice" wurde das Tempodrom am Anhalter Bahnhof zum Kühlhaus umgewandelt.

Den Temperaturen zum Trotz, im Saal wurde aber auch geheizt, kamen am Donnerstagabend stadtbekannte Eislauf-Fans zum Auftakt unter die Zeltkuppel in Kreuzberg. Nicht weit hatte es Neuköllns Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky . Er kam mit Frau Christina und erinnerte sich gern an die eigene aktive Zeit: "Wir haben ja eine Schlittschuhbahn in Neukölln. Da war ich als Teenager, vor allem um Mädchen anzubaggern", sagte der 62-Jährige Politiker über seine vergangenen Schlittschuhlaufambition. Und wenn die Anlage Sommerpause machte "hab ich den Damen auf dem Rummel einen Sekt geschossen und bin danach mit ihnen auf die Achterbahn." Komiker und Intendant des Berliner Schlosspark-Theaters Didi Hallervorden (75) kannte für das Umgarnen "ganz andere Methoden." Selbst die Kufen geschwungen hat er als regelmäßiger "Holiday On Ice"-Besucher früher auch, jedoch sind diese Tage lange vorbei: "Ich muss auf die alten Knochen aufpassen." Das Eislauf-Zepter hat er schon lange an seine gestrige Begleitung übergeben. Sohnemann Johannes (12) beherrscht beim Schlittschuhfahren nach eigenen Angaben vor allem eins schon ziemlich gut: "Das Hinfallen." Sehr viel mehr als das schaffte als junges Mädchen Schauspielerin Barbara Schöne . Bevor sie sich mit 15 zur Schauspielerin ausbilden ließ, war die 63-Jährige im Berliner Schlittschuhclub BSC und in der Kür sehr gut, doch "die Pflicht war mir zu langweilig. Ich bin lieber wie die Eishockeyspieler über die Bahn geflitzt." Ganz so wagemutig war "Mambo-No.5"-König und Sänger Lou Bega bei seinem Gastauftritt anlässlich der Premiere nicht. Vor vier Monaten hatte er noch keine Ahnung, wie er sich alleine auf dem Eis halten sollte und musste deshalb fleißig die Kufen schwingen und viel trainieren: "Das war auch nötig - ich konnte ja nicht mal bremsen", gab der 35 Jahre alte Wahlberliner zu. Nach den vielen kalten Stunden auf dem Eis und der gestern bestandenen Feuerprobe geht es am Montag ab in den Urlaub - ins Warme auf die Malediven.