Mein Berlinale-Tag: Jennifer Ulrich

Fast täglich ein Film und sonntags auch mal zwei

Bevor ich heute Abend den Film "Amnistia" aus der Forum-Reihe angucke, muss ich tagsüber erst mal ganz normal arbeiten. Denn wenn ich nicht vor der Kamera stehe, koordiniere ich im Nebenjob Castings. Das macht mir großen Spaß.

Man lernt Regisseure und Casting-Agenten mal von einer anderen Seite kennen, und das ist sehr schön. Kleiner Wermutstropfen: Ich hetze nach dem Arbeitstag direkt los zur Berlinale. So wie gestern. Da war ich abends im Berlinale Palast bei der Premiere von "Unknown Identity" und anschließend beim Director's Cut im Hotel Adlon. Umziehen und schminken vorher auf der Toilette inklusive. Aber ich mag die Berlinale, auch ihre Partys. In diesem Jahr war die von Regisseur Marco Kreuzpaintner in der Bar Tausend ein absolutes Highlight. Da war einfach jeder, viele Schauspieler, aber auch Regisseure und Filmleute, die hinter der Kamera stehen. Ich bemühe mich, so viele Filme wie möglich zu gucken. In diesem Jahr sind es immerhin neun geworden, mit den beiden, die ich am Sonntag noch zum Abschluss gucken will. Ich würde noch öfter ins Kino gehen. Aber ich habe keine Festivalakkreditierung und kaufe meine Tickets ganz normal im Internet. Wenn man da nicht morgens um 10 Uhr am Computer ist, sind die Karten ausverkauft - und zum Schlangestehen fehlt mir die Zeit.