Mein Berlinale-Tag: Alice Brauner

Alkoholfrei oder mit Mamas Geheimrezept

Mein Tag startet heute mit einem Frühstück an der Neuen Schönhauser Straße auf Einladung des Goethe-Instituts. Unsere Firma und meine Familie sind sehr eng mit dem Goethe-Institut verbunden, weil es weltweit die Filme meines Vaters Artur Brauner, die den Opfern des Holocaust gewidmet sind, präsentiert.

Das Treffen ist traditionell ein sehr schöner Termin und ich hoffe, dass es gestern nicht so spät geworden ist, damit ich ausgeschlafen bin. Die ersten Festivaltage haben es immer in sich. Nebenbei kümmere ich mich ja auch um meine 12-jährigen Zwillingssöhne. Deshalb muss ich unbedingt fit bleiben und dafür gibt es nur zwei Möglichkeiten. Nummer eins: keinen Alkohol trinken, stattdessen zwölf Tassen heiße Zitrone täglich. Oder Nummer zwei: sich ans Hausrezept meiner Mama Maria halten: nur Wodka pur trinken und immer schön Weißbrot dazwischen essen. Zurück zum Tag: Ohne Pause geht es weiter zu einem Treffen ins Hollywood Media Hotel mit einem Drehbuchautoren, der seine neue Komödie vorstellen will. Danach rase ich nach Hause, weil ich abends zum Empfang des Medienboards Berlin-Brandenburg gehen will. Außerdem habe ich eine Einladung ins Borchardt. Da bin ich sowieso fast jeden Abend. Aber es gibt noch einen neuen Treffpunkt, die "in"-Actors-Lounge in der Bar "The Lodge" in Mitte.