Mein Berlinale-Tag: Gesine Cukrowski

Kollegen, Kinder, Kino und Kontakte

Gesine Cukrowski

In diesem Jahr läuft die Berlinale für mich anders ab als sonst. Statt viele Filme anzugucken, stehe ich in Hamburg mit Henry Hübchen selbst in einer Weihnachtskomödie vor der Kamera. Ich habe deshalb nur drei Tage Zeit.

Traditionell besucht uns mein guter Freund, der Schauspieler Thomas Reisinger. Er bringt seinen zehnjährigen Sohn mit, weil wir ihm und meiner Tochter Lina versprochen haben, sie diesmal zur Berlinale mitzunehmen. Unsere Kinder sollen jetzt endlich erleben, warum ihre Eltern einmal im Jahr zehn Tage lang untertauchen. Wir werden zwei Filme gucken, die in der Reihe Generation Kplus laufen. Ich finde die Sektion Klasse, weil damit auch Kindern die Gelegenheit geboten wird, Filme zu sehen, die wahrscheinlich nicht ins Kino kommen. Stichwort Kino: Ich würde wirklich gern "Margin Call" mit Kevin Spacey und Jeremy Irons sehen. Aber ich werde es wohl höchstens zum Premierenempfang ins San Nicci schaffen und Jeremy Irons, den ich wunderbar finde, mal aus der Nähe betrachten. Vorher will ich noch bei der Blue Hour im Kommunikationsmuseum vorbeischauen. Die Berlinale ist eben auch eine wichtige Plattform zur Kontaktpflege. Der beste Termin für Schauspieler ist übrigens der Empfang "Full House" der wichtigsten Schauspielagenturen in der Volksbühne am Sonnabend. Da muss einfach jeder hin.