Vier Fragen an Anita Tillmann

"Berlin hat schon steil vorgelegt"

Die Macherin der Modemesse Premium, Anita Tillmann (38), sieht ein wenig erschöpft aus. Kein Wunder! Sie hat fünf stressige Mode-Tage hinter sich. Am Sonnabend zog sie ein erstes Fazit über die Fashion Week 2011 im Gespräch mit Jessica Schulte am Hülse.

Berliner Morgenpost: Frau Tillmann, seit 2007 gibt es die Fashion Week. Wie entwickelt sie sich seither?

Anita Tillmann: Aus meiner Perspektive betrachtet, entwickelt sie sich in die richtige Richtung. Ich denke, dass wir in Berlin, obwohl wir erst seit vier Jahren dabei sind, uns als Modestadt zu etablieren, schon recht steil vorgelegt haben.

Berliner Morgenpost: Wie fanden Sie die Shows?

Anita Tillmann: In diesem Jahr fand ich extrem viele Shows sehr gut. Ob nun die großen wie Hugo Boss und Escada, oder auch die jüngeren Labels wie Mongrels in Common oder Perret Schaad waren toll. Die Mischung war interessant und ausgewogen.

Berliner Morgenpost: Nichts, was Sie kritisieren würden?

Anita Tillmann: Ich fände es gut, wenn wir in Berlin noch viel mehr deutsche Modemacher zeigen würden. Bei der Fashion Week in New York werden beispielsweise 98 Prozent amerikanische Labels präsentiert. Dahin sollte man in Berlin mit deutschen Designern auch kommen, denke ich.

Berliner Morgenpost: Und wie sieht es mit Ihrer Modemesse aus?

Anita Tillmann: Oh, auch da kann ich sagen, dass es von Jahr zu Jahr besser wird. Wir haben immer mehr Aussteller und Besucher und mit der Quantität ist auch die Qualität gestiegen.

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