Ausstellung

Berliner Milljöh: Vernissage mit Zille und Sieber

"Milljöh"-Studien an der Wielandstraße 14 in Charlottenburg: Galerist Alexander Friedmann-Hahn lud gestern Abend zur Vernissage "Berliner Milljöh damals und heute".

In der Ausstellung werden Originalzeichnungen der Zille-Sammlung der Axel Springer AG gezeigt - und zwar auf eine ganz bestimmte Art und Weise. Das Konzept hat sich Friedmann-Hahn ausgedacht. Den Zille-Originalen setzt der Galerist Werke von Guido Sieber entgegen, der das heutige "Berliner Milljöh" gemalt hat. Sehr realistisch und mit jeder Menge Bauchfalten. "Die Kombination ergibt einen krassen Einblick in das Berliner 'Milljöh', es ist eine tolle, aufregende Ausstellung", sagte gestern Friedmann-Hahn, der seine Karriere selbst als Maler startete und demnächst auch wieder selbst im Atelier arbeiten will. Dafür ist er gerade auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten. "Über Sieber habe ich immer gesagt, dass er ein moderner Zille ist", so Friedmann-Hahn. "Mit seinen Bildern, die er für die Ausstellung gemacht hat, hat er ein Zeitdokument geschaffen."