Joachim Deutschland

Ex-Moderator droht mit Bombenanschlag

Laute und provokante Auftritte sind sein Markenzeichen. Seit Jahren rüpelt sich der Rocksänger und ehemalige VIVA-Moderator Joachim Deutschland von Bühne zu Bühne und quer durch die Charts. Ohne Respekt und unter der Gürtellinie.

"Ich tu' was ich will" heißt einer seiner Songs - und offenbar auch sein Lebensmotto.

Am Montagabend brüllte der 28-Jährige an der Kreuzung Revaler/Warschauer Straße in Friedrichshain wirre Worte, bis Passanten die Polizei riefen. Den Beamten erklärte der deutsch-amerikanische Musiker, der bis zum vergangenen Jahr in der Jury der Viva-Karaoke-Show "Shibuya" mit Gülcan Kamps saß, er sei mit einer Bombe verbunden, die in der O2World deponiert wäre. "Er wirkte abwesend, ließ sich nicht beruhigen. Der Notarzt ließ ihn daraufhin ins Klinikum Friedrichshain einweisen", sagte der Sprecher der Berliner Polizei, Martin Otter . Zum Verdacht des Drogenmissbrauchs wollte er sich nicht äußern. Joachim Deutschland erregt seit Beginn seiner Karriere immer wieder Aufsehen. Seine erste Single "Marie" war eine bitterböse Abrechnung mit seiner Ex-Freundin. Beim deutschen Grand-Prix-Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2003 in Hamburg, streckte er dem Publikum sein entblößtes Hinterteil entgegen. Antreten durfte er letztendlich nicht, weil sein Titel "Die Stoibers" die Ehefrau und die Töchter des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber mit sexuellen Anzüglichkeiten beleidigte. Im Juli 2007 prügelte er bei der Veranstaltung "Rock am Shop" in Quedlinburg (Sachsen-Anhalt) zwei junge Fans brutal zusammen, weil sie seine Musik kritisiert hatten. Damals wurde der Krawallrocker von der Polizei festgenommen und erhielt eine Anzeige wegen Körperverletzung.