Buchvorstellung

Die Philosophie von den lebendigen Gärten

Anja Mazuhn

Dicht an dicht saßen die Gäste gestern Abend zwischen unverputztem Mauerwerk und bei gedämpften Licht in einem beheizten ehemaligen Gewächshaus.

"Meine Philosophie lebendiger Gärten" heißt das Buch von Morgenpost-Kolumnistin Gabriella Pape , das in der Königlichen Gartenakademie an der Altensteinstraße in Dahlem vorgestellt wurde. Die Buchpräsentation stieß auf reges Interesse. Charmant, liebevoll, pointiert und witzig erzählte Gabriella Pape von der Leidenschaft des Gärtnerns. Auf eine Leinwand wurden dazu Bilder projiziert, die unter anderem Gabriella Pape als kleines Mädchen im elterlichen Garten sowie Impressionen ihres späteren Gartens in England zeigten. Die gebürtige Hamburgerin hat in England Biologisch Dynamische Landwirtschaft, Gartenbau und Landschaftsarchitektur studiert. Im Frühjahr 2007 gewann sie zusammen mit ihrer Partnerin Isabelle Van Groeningen die "Silver Gilt Medaille" für die Kreation eines Senkgartens - in Anlehnung an den berühmten deutschen Staudenzüchter Karl Foerster. Eine Auszeichnung, die unter Gartendesignern durchaus mit dem Oscar der Filmwelt verglichen wird.

Gabriella Pape liebt Gärten, und sie liebt das Gärtnern, das für sie keine Arbeit, sondern das Umsetzen von Träumen sowie Meditation und Entspannung bedeutet und so sagt sie "Sitzplätze im Garten sind immer eine Einladung für die Seele". Gabriella Pape hat früh gewusst, dass sie mit Pflanzen würde arbeiten wollen. Bereits als Jugendliche schnitt sie im Garten ihrer Eltern Rosen. In ihrem neuen Buch "Meine Philosophie lebendiger Gärten" erzählt sie Geschichten und Anekdoten rund ums Gärtnern. "Man kann einen Garten zähmen, wenn man ein bisschen über ihn weiß" sagt Gabriella Pape. Nicht umsonst gehört ein Garten für sie zu den "schönsten Grundbedürfnissen des Menschen". "Willst du ein Leben lang glücklich sein, so schaffe dir einen Garten" lautet ein chinesisches Sprichwort, das die Einladungskarte zur Buchpräsentation schmückte.