Friedhofspark Pappelallee

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Wer Ruhe und Erholung der außergewöhnlichen Art sucht, der findet sie bei sonnigem Wetter auf dem ehemaligen Friedhof der freireligiösen Gemeinde Berlin in Prenzlauer Berg. Zwischen Pappelallee und Lychener Straße, wo zwischen 1848 und 1970 ein Friedhof war, ist in den 90er-Jahren eine besondere Parkanlage entstanden. Sie ist von 8 bis 20 Uhr geöffnet und nur über einen Eingang an der Pappelallee zu erreichen.

Besucher

Meist sind es Anwohner aus der näheren Umgebung, die kommen, um nach getaner Arbeit mit einem Buch zu entspannen oder bei einem Plausch mit Freunden und Bekannten den Tag ausklingen zu lassen. Bei schönem Wetter besuchen auch viele Touristen das Fleckchen Grün. Wo früher Grabsteine standen, ist ein Kinderspielplatz mit Sandkasten und Schaukeln entstanden. So treffen sich auf wenigen Quadtratmetern oft mehrere Generationen.

Besonderheit

Die Mischung aus ruhigem Park mitten in den belebten Straßen von Prenzlauer Berg macht den besonderen Reiz aus. Nur noch vereinzelt stehen hier jetzt Grabsteine und deren Überreste, die an die Verstorbenen erinnern sollen. Daneben bleibt viel Platz, um sich auf zahlreichen Bänken und grünen Wiesen zu entspannen. Begrenzt wird der Park von Graffiti-besprühten Wänden. Angenehm ist, dass sich in direkter Nachbarschaft ein kleiner Supermarkt, viele Cafés und gemütliche Restaurants befinden.

Promifaktor

Welcher Prominente gern in der ehrwürdigen Parkanlage des ehemaligen Friedhofs Pappelallee verweilt, ist bis dato nicht bekannt. Tatsache ist jedoch, dass hier vor vielen Jahren einige Berliner Prominenz begraben wurde. Darunter Frauenrechtlerin Agnes Wabnitz (1842-1894), der Erfinder der Stenographie Heinrich Roller (1839-1916), Arbeiterführer und Vorkämpfer für das arbeitende Volk Carl Schultze (1858-1897) und Wilhelm Hasenclever (1837 - 1889), 2. Vorsitzender der SPD, Lassalleaner und Reichstagsabgeordneter.

Aufwand

Der Eintritt in den Friedhofspark Pappelallee und seine freizeitliche Nutzung ist kostenlos. Am besten zu erreichen ist der Park mit der U-Bahn (Eberswalder Straße); der S-Bahn (Schönhauser Allee) und der Straßenbahn (Haltestelle Pappelallee der Linie 13).

kat