Film

Dreharbeiten für Romy-Film starten im Januar

Vor einer Woche sollte Yvonne Catterfeld, die Darstellerin der Romy Schneider, den französischen Medien vorgestellt werden. Doch die Pressekonferenz in Paris, bei der die Berliner Schauspielerin mit ihren französischen Kollegen zusammentreffen sollte, um über ihre Rollen im geplanten Kinofilm "Eine Frau wie Romy" zu sprechen, wurde abgesagt.

Das heizt nun einmal mehr die Spekulationen an, ob das Projekt jemals umgesetzt wird oder am Ende des Tages doch platzt.

"Die Finanzierung dieses sehr, sehr großen Projektes stand lange auf der Kippe. Und ich oft genug sinnbildlich an der Klippe", sagte uns gestern der Hamburger Produzent Douglas Welbat (Movie Company), der den Kinofilm über das Leben von Romy Schneider gemeinsam mit dem Franzosen Raymon Danon stemmt. "Aber nun steht alles, wir sind in den Vorbereitungen. Die Pressekonferenz haben wir abgesagt, weil alle Neuigkeiten, die wir dort über die französische Besetzung mitteilen wollten, bereits im Internet veröffentlicht wurden."

Erstmals berichtet Welbat, der übrigens schon zwei "7 Zwerge"-Filme von Otto Waalkes produzierte und die Stimme des Krümelmonsters aus der Sesamstraße ist, wann und wo in Berlin gedreht wird. "Wir beginnen am 4. Januar mit dem Aufbau der Innen-Sets in einem Berliner Filmstudio." Da ist er gerade am Verhandeln, es kämen auch die CCC-Studios von Artur Brauner in Betracht, in denen Romy Schneider einst vor der Kamera stand. Gedreht werde außerdem im Grunewald, möglicherweise sogar in der Villa, in der Romy mit ihrem Ehemann Harry Meyen gelebt hat, und in der ihr 1981 verunglückter Sohn David geboren worden war. "Wir möchten auch gern im Europacenter drehen", berichtet Welbat, "und zwar den Heiratsantrag von Meyen an Romy. Das ist der Originalschauplatz, dort hat er wirklich um ihre Hand angehalten. Am Tag der Eröffnung des Europacenters hat Harry Meyen sie gefragt, ob sie seine Frau werden wolle. Die beiden kannten sich kaum." Und wer wird Romys Ehemann Meyen im Film spielen? "Das wissen wir leider noch nicht. Da sind wir noch am Suchen, am Überlegen. Das bereitet mir schlaflose Nächte", sagt Welbat. Nach Berlin folgen Dreharbeiten in Leipzig, Bukarest, Paris und Cannes. Warner Bros. bringt den Film 2010 in die Kinos.

Dreieinhalb Jahre Vorarbeit stecken in dem Projekt "Eine Frau wir Romy". Welbat sprach mit Romys Tochter Sarah Biasini, auch mit deren Vater Daniel Biasini. Der habe seine Persönlichkeitsrechte für die Dauer von 15 Jahren an die Produktion übertragen und dafür viel Geld bekommen. "An dem Film hängt mein Leben. Emotional und finanziell. Wenn er floppt, muss ich einen Freund bitten, ob ich eine Telenovela schreiben darf."